Medizinische Klinik 2

Das Leistungsspektrum der Medizinischen Klinik 2 umfasst die Untersuchung und Behandlung aller gesundheitlichen Störungen im Bereich der inneren Organe. Schwerpunkte der Klinik sind Erkrankungen der Verdauungsorgane wie Speiseröhre, Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse (Gastroenterologie), der Leber (Hepatologie), der hormonproduzierenden Organe (Endokrinologie) inkl. Diabetes mellitus, Tumorerkrankungen (Onkologie), Infektionskrankheiten sowie internistische Intensivmedizin.

Jährlich werden in den Medizinischen Kliniken über 5.500 Patienten mit dem gesamten Spektrum internistischer Erkrankungen und angrenzender Fachgebiete stationär untersucht und behandelt. Je nach Schwere der Erkrankung bieten wir Diagnostik und Behandlung auch ambulant und teilstationär an.

Endoskopie

Jährlich werden ca. 6.000 diagnostische und therapeutische Endoskopien durchgeführt. Die Abteilung ist zur Sicherstellung einer optimalen Patientenbehandlung, -überwachung und -nachbeobachtung räumlich und apparativ auf dem modernsten Stand.

Jeder Untersuchung und evtl. Intervention geht ein ausführliches Beratungs- und Aufklärungsgespräch voraus. Die Terminvereinbarung erfolgt hierzu bei der Anmeldung. Je nach Wunsch können Gastroskopie oder Koloskopie ohne Sedierung mit besonders dünnen Instrumenten durchgeführt werden. Anderenfalls erfolgen diese Untersuchungen, wie alle anderen aufwendigeren Verfahren nach Gabe einer „Schlafspritze“ (Midazolam oder Disoprivan), in einer dem Wunsch des Patienten oder der Schwierigkeit des Falles angepassten Schlaftiefe. Dabei erfolgt eine kontinuierliche, dokumentierte Überwachung während der Untersuchung sowie der Nachbeobachtung in einem eigenen, lückenlos personell besetzten Aufwachraum. Die hygienischen Anforderungen an die Abteilung genügen höchsten Ansprüchen.

Selbstverständlich werden regelmäßig mikrobiologische Abstrichuntersuchungen und Hygienekontrollen durchgeführt. Darüber hinaus werden die Vorschriften nach dem Medizinproduktegesetz strikt eingehalten.

Vorgehen nach der Untersuchung

Vor allem bei ambulanten Untersuchungen ist zu beachten, dass Sie bei jeder Form von Sedierung ("Schlafspritze") nach der Untersuchung nicht geschäftsfähig sind. Das bedeutet, dass Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit eine erwachsene Begleitperson brauchen, die Sie bei uns abholt und für den Rest des Tages betreut. Sie dürfen auf keinen Fall aktiv am Straßenverkehr teilnehmen (z. B. Auto fahren), Verträge unterschreiben oder ähnliche Dinge tun. Diese Informationen können auf keinen Fall das Aufklärungsgespräch ersetzen und sind lediglich zur Vorbereitung für das geplante Gespräch gedacht.

Folgende Untersuchungen werden im Spital Waldshut durchgeführt:

Diagnostische Endoskopie

Oberer Gastrointestinaltrakt

  • Hochauflösende Video-Endoskopie (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie)
  • Magenspiegelung durch die Nase (Transnasale Gastroskopie)
  • Darstellung mittels Färbetechniken (Chromoendoskopie)
  • Darstellung mittels NBI (Narrow Band Imaging)
  • Endosonographie des Pankreas und des oberen GI-Traktes
  • Endosonographisch gesteuerte Feinnadelpunktion von Tumoren
  • Videokapselendoskopie in Kooperation

Unterer Gastrointestinaltrakt

  • Hochauflösende Video-Endoskopie des gesamten Dickdarms und des unteren Dünndarms, auch zur Krebsvorsorge
  • Videokapselendoskopie
  • Spiegelung des Enddarmes und unteren Dickdarmes (Proktoskopie/Rekto-Sigmoidoskopie)
  • Darstellung mittels Färbetechniken (Chromoendoskopie)
  • Darstellung mittels NBI (Narrow Band Imaging)
  • Endoskopische Ultraschalluntersuchung des Darms (rektale Endosonographie)
  • Endosonographisch gesteuerte Feinnadelpunktion

Gallenwege

  • Endoskopische/Röntgenologische Kontrastmitteldarstellung der Gallenwege 
    (ERC = Endoskopische Retrograde Cholangiographie)
  • Perkutan transhepatische Kontrastmitteldarstellung der Gallenwege 
    (PTC = Perkutan transhepatische Cholangiographie)
  • Spiegelung der Gallenwege mit miniaturisierten Endoskopen (Cholangioskopie)
  • Endoskopische Ultraschalluntersuchung der Leber und Gallenwege (Endosonographie)
  • Entnahme von feingeweblichen Proben (auch aus den intrahepatischen Gallengängen), Zellabstrichen (Bürstenzytologie)

Leber

  • Leberbiopsie (Menghini-Punktion der Leber)
  • Sonographie-gesteuerte Biopsie von Lebertumoren
  • Minilaproskopie mit folgenden Indikationen: 
    Chronische Leberschädigung, unklare Lebererkrankung, Leberbiopsie bei erhöhtem Blutungsrisiko, Staging von Neoplasien, Erkrankungen des Peritoneums, Fieber unklarer Atiologie, Aszites.

Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

  • Endoskopische/Röntgenologische Kontrastmitteldarstellung des Pankreasgangsystems (ERP = Endoskopische Retrograde Pankreatikographie)
  • Endoskopische direkte Spiegelung des Pankreasgangsystems (Pankreatikoskopie)
  • Endoskopische Ultraschalluntersuchung des Pankreas (Endosonographie)
  • Entnahme von feingeweblichen Proben

Lunge

  • Diagnostische Tracheo-Bronchoskopie mit einem flexiblen Instrument zur Gewinnung von krankhaft verändertem Gewebe durch Biopsie und/oder Bronchialsekret
  • Starre Bronchoskopie in Kooperation

Endoskopische Therapie

Speiseröhre

  • Endoskopische Blutstillung z. B. bei Ulkusblutung, Varizenblutung (sämtliche endoskopische Verfahren können eingesetzt werden: Unterspritzung, Sklerosierung, Fibrinklebung, Ligatur, Clip, APC-Thermokoagulation)
  • Behandlung von Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen) mittels Gummibandligatur oder Injektion (Aethoxysklerol)
  • Aufdehnung (Bougierung, Ballondilatation) und Stentimplantation bei Engstellen im Magenausgangsbereich (Magenausgangsstenose)
  • Schleimhautabtragung (Endoskopische Mukosa Resektion) und/oder Radiofrequenzablation (BARRX Verfahren) von Barrett-Dysplasien, Tumorvorstufen sowie Frühkarzinomen
  • Achalasie-Behandlung durch Ballondilatation oder Injektion von Botulinumtoxin
  • Behandlung von Divertikeln (sackförmige Ausstülpungen) der Speiseröhre (Mukomyotomie bei Zenkerdivertikel)
  • Fremdkörperentfernung

Magen

  • Endoskopische Blutstillung z. B. bei Ulkusblutung, Varizenblutung (sämtliche endoskopische Verfahren können eingesetzt werden: Unterspritzung, Sklerosierung, Fibrinklebung, Ligatur, Clip, APC-Thermokoagulation)
  • Schleimhautabtragung (Endoskopische Mukosa Resektion) oder -destruktion (Argon Plasma Coagulation) von Tumorvorstufen sowie Frühkarzinomen
  • Abtragung von Polypen (Polypektomie)
  • Aufdehnung (Bougierung, Dilatation) und Stentimplantation bei Engstellen im Magenausgangsbereich
  • Anlage von Ernährungssonden (PEG = Perkutane Endoskopische Gastrostomie)
  • Behandlung von Krampfadern im Magen (Fundusvarizen) mittels Verklebung
  • Argon Plasma Coagulation bei Gefäßanomalien (Angiodysplasien)
  • Fremdkörperentfernung

Dünndarm (Duodenum, Jejunum und Ileum)

  • Endoskopische Blutstillung
  • Abtragung von Polypen (Polypektomie)
  • Schleimhautabtragung (Endoskopische Mukosa Resektion) oder -destruktion (Argon Plasma Coagulation) von Tumorvorstufen sowie Frühkarzinomen
  • Aufdehnung (Bougierung, Dilatation) und Stentimplantation bei Engstellen
  • Argon Plasma Coagulation bei Gefäßanomalien (Angiodysplasien)
  • Anlage von Ernährungssonden (PEJ = Perkutane Endoskopische Jejunostomie)

Dickdarm (Kolon und Rektum)

  • Endoskopische Behandlung von Polypen (Polypektomie, auch von großen, flachen Polypen)
  • Aufdehnung (Bougierung, Dilatation) von Engstellen des Darms z. B. bei Morbus Crohn oder postoperativen Stenosen
  • Behandlung von Tumorstenosen mittels Metallgitterstents
  • Dekompression mit Sonden
  • Endoskopische Blutstillung
  • Argonplasmakoagulation bei Gefäßanomalien (Angiodysplasien)
  • Behandlung von Hämorrhoiden mittels Verödung oder Gummibandligatur

Gallenwege

  • Erweiterung der Papille durch Schnitt oder Ballondilatation (Papillotomie, Sphinkteroplastie)
  • Entfernung von Gallengangssteinen, in komplizierten Fällen auch mechanische Lithotripsie
  • Aufdehnung (Bougierung, Dilatation) und Stenteinlage (Plastik- oder Metallstents) bei entzündlichen (z. B. primär sklerosierender Cholangitis) oder bösartigen Engstellen der Gallenwege (z. B. bei Pankreaskarzinom oder Klatskin-Tumoren)
  • Therapie von Gallengangsstenosen und -leckagen als Folge von Operationen 
  • Photodynamische Therapie (PDT) von Gallengangkarzinomen
  • Abtragung von Tumoren an der Papille (Ampulläre Adenome)
  • Behandlung von Blutungen im Gangsystem
  • Einsatz perkutan transhepatischer Verfahren mit Cholangiographie (PTC), Cholangioskopie (PTCS) sowie Drainagen (PTCD) nach Versagen von endoskopischen Methoden

Bauchspeicheldrüse

  • Erweiterung des Pankreasausführungsganges durch Schnitt (Papillotomie) bei Funktionsstörungen des Sphinkters mit wiederholten Bauchspeicheldrüsenentzündungen (Pankreatitiden), bei Pankreas divisum mit begleitenden Pankreatitiden, bei chronischer Pankreatitis in Kombination mit weiteren Verfahren
  • Aufdehnung (Bougierung, Dilatation) und Prothesenversorgung bei Engstellen des Pankreasgangsystems infolge von Entzündungen (insbesondere bei chronischer Pankreatitis)
  • Entfernung von Pankreasgangssteinen, in komplizierten Fällen auch mechanische Lithotripsie
  • Endoskopisch oder endosonographisch gesteuerte Drainagen bei Pseudozysten oder Abszessen infolge von akuten oder chronischen Pankreatitiden über die Wand des Magens (Zystogastrostomie)

Lunge

  • Akutbehandlung bronchialer Blutungen und Fremdkörperentfernung durch die flexible Tracheobronchoskopie
  • Behandlung akuter Tumorblutungen durch starre Bronchoskopie in Kooperation

Sonographie

Der Ultraschall ist im Laufe seiner Entwicklung zu einer hochpräzisen diagnostischen Methode geworden. Ein großer Vorteil dieser Untersuchungstechnik ist, dass der Ultraschall keine bekannten Nebenwirkungen verursacht und zu jeder Zeit verfügbar ist. Neueste Geräte ermöglichen die hochauflösende Darstellung der inneren Organe und möglicher krankhafter Veränderungen, die den radiologischen schnittbildgebenden Methoden wie CT und MRT in vielen Fällen ebenbürtig ist. Damit steht eine für den Patienten risikofreie und beliebig wiederholbare Untersuchungstechnik zur Verfügung, die oftmals belastendere Untersuchungsverfahren überflüssig macht.

Kontrastmittelsonographie

Die Einführung der kontrastverstärkten Sonographie hat das diagnostische Spektrum und die Leistungsfähigkeit des Ultraschalls weiter gesteigert und bei manchen Fragstellungen revolutioniert. Dabei wird dem Patienten während  der sonographischen Untersuchung über eine Venenverweilkanüle ein Kontrastmittel verabreicht, das sich bis in die kleinsten Kapillaren verteilt und dem Untersucher eine hochpräzise Beurteilung der Durchblutung im untersuchten Organ ermöglicht. So ist nach Verabreichung eines Ultraschallkontrast-mittels mit hoher Sicherheit die Unterscheidung zwischen gut- und bösartigen Tumoren der Leber, das Auffinden kleiner Leberherde und die Artdiagnose gutartiger Leberherde zu treffen. Auch bei der Diagnostik von Erkrankungen anderer Organe wird die Kontrastmittelsonographie zunehmend eingesetzt.

Hat das Ultraschallkontrastmittel Nebenwirkungen?

Das für die Sonographie verwendete Kontrastmittel besteht aus kleinen Gasbläschen, die innerhalb kurzer Zeit über die Lunge abgeatmet werden. Einzige relevante Nebenwirkung sind sehr seltene allergische Reaktionen, wohingegen die für die CT- oder MRT- Kontrastmittel typischen Nebenwirkungen wie Verschlechterung der Nierenfunktion oder das Auslösen einer Schilddrüsenüberfunktion beim Ultraschallkontrastmittel nicht beobachtet werden. Da das Ultraschallkontrastmittel kein Iod enthält, kann die Kontrastmittelsonographie vollkommen sicher auch Patienten angeboten werden, die wegen einer Iodallergie keine Kontrastmittel- Computertomographie durchführen wollen oder können.        

Unsere Ultraschallabteilung verfügt über High-End-Geräte und eine große Erfahrung im Einsatz aller gängigen Ultraschallverfahren einschließlich des Kontrastmittelunltraschalls.

Im Folgenden eine Auswahl an Untersuchungen die im Spital Waldshut angeboten werden:

Diagnostische Sonographie

  • B-Bild-Sonographie der Bauchorgane, Halsweichteile und Schilddrüse, Thorax, Bewegungsapparat
  • Farbdopplersonographie der Gefäße (Messung der Durchblutung und Lokalisation von Engstellen in den Blutgefäßen)
  • Verlaufskontrollen nach  Lebertransplantation
  • TIPSS- Flussmessungen
  • Kontrastverstärkte Sonographieinsbesondere der Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse sowie bei weiteren speziellen Fragestellungen
  • Leberbiopsie (Menghini)
  • Sonographisch gezielte Punktionen (ultraschallgesteuerte Gewinnung von Gewebe oder Flüssigkeiten aus Tumoren und krankhaft veränderten Organen)

Therapeutische Sonographie

  • Sonographisch gezielte Drainagen von Ergüssen, Abszessen und Pankreaspseudozysten
  • Sonographisch gezielte Alkoholinjektionstherapie beim Leberzellkarzinom

Weitere gastroenterologische Funktionsdiagnostik

  • 24-Stunden-pH-Metrie (im Aufbau)
  • Manometrie von Ösophagus (im Aufbau)
  • H2-Atemteste
  • Fruktose-Atemtest
  • Laktose-Atemtest
  • Helicobacter-Atemtest

Gastroenterologie

  • Schluckstörungen
  • Sodbrennen
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Durchfälle
  • Änderung der Stuhlgewohnheiten
  • Blut im Stuhl
  • Gelbsucht
  • Gewichtsabnahme
  • Blutarmut

sind Symptome, die auf Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts hindeuten und abgeklärt werden sollten.

Langjähriges Sodbrennen ist ein Risiko für Speiseröhrenkrebs!

Sodbrennen tritt dann auf, wenn der Verschluss zwischen Speiseröhre und Magen nicht richtig funktioniert. Es kommt dann zum Rückfluss von Säure in die Speiseröhre und zur Entzündung. Eine langjährige Entzündung im unteren Bereich der Speiseröhre führt zum Speiseröhrenkrebs. Daher sollte bei diesen Symptomen eine Spiegelung von Speiseröhre und Magen durchgeführt werden.

Dickdarmkrebs ist eine vermeidbare Erkrankung! In Deutschland versterben jährlich 30.000 Patienten an Darmkrebs. Die jährliche Neuerkrankungsrate liegt bei über 50.000. Damit steht der Dickdarmkrebs an zweiter Stelle der tumorbedingten Todesursachen. Da die Mehrzahl der Dickdarmkarzinome aus gutartigen Polypen entsteht, kann diese Erkrankung durch eine Vorsorge-Untersuchung vermieden werden. In der Vorsorge-Koloskopie (Darmspiegelung) können diese Polypen endoskopisch entfernt und die Krebserkrankung damit verhindert werden.

Wir empfehlen in Anlehnung an die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS):

Bei Blut im Stuhl muss eine sofortige Dickdarmspiegelung (Koloskopie) durchgeführt werden. Ab dem 50. Lebensjahr sollte eine Vorsorge-Darmspiegelung durchgeführt werden. Bitte melden Sie sich bei uns. Der jährliche Stuhltest auf verstecktes Blut zusammen mit einer Vorsorge-Darmspiegelung alle 10 Jahre verringert das Darmkrebsrisiko um bis zu 90 %.

Leistungsspektrum

  • Umfangreiche laborchemische Diagnostik (u. a. Stuhltest auf verstecktes Blut)
  • Diagnostische und interventionelle Endoskopie
  • Vorsorge-Darmspiegelung
  • Sonographie einschließlich gesteuerter Punktionen, Drainagen
  • Farbdoppler- und Kontrastmittelsonographie
  • Gastroenterologische Funktionsdiagnostik: 24-Stunden-Säuremessung in der Speiseröhre (pH-Metrie), Druckmessungen (Manometrien), H2-Atemteste, z. B. bei Laktoseunverträglichkeit, bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarmes
  • Das radiologische, bildgebende, diagnostische und therapeutische Verfahren in Kooperation mit der Abteilung für Radiologie umfasst die Computertomographie, die Kernspintomographie (MRT) des Dünndarms (MR-Enteroklysma), der Gallenwege und des Pankreasgangsystems (MRCP) und der Gefäße (MR-Angiographie). Die Embolisation und Chemoembolisation bei Lebertumoren und transjuguläre intrahepatische portalsystemische Stentimplanation bei portaler Hypertension bzw. Leberzirrhose werden in Kooperation durchgeführt
  • Nuklearmedizinische Diagnostik in Kooperation

Hepatologie

In der Medizinischen Klinik 2 werden Patienten mit komplizierten Leberentzündungen oder genetischen Lebererkrankungen, insbesondere auch Leberzirrhose, behandelt.

Dazu zählen u. a.

  • Virale Hepatitiden (akute oder chronische Hepatitis B, Hepatitis C, Delta-Hepatitis, Hepatitis E, Hepatitis A, Ebstein-Barr-Virus-assoziierte Hepatitis (EBV, infektiöse Mononukleose), Zytomegalievirus-Hepatitis (CMV))
  • Autoimmunhepatitis (AIH)
  • Primär biliäre Zirrhose (PBC)
  • Primär sklerosierende Cholangitis (PSC)
  • Overlap-Syndrome
  • Sekundär sklerosierende Cholangitis
  • Fettleber, nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH)
  • alkoholische Fettleberhepatitis (ASH)
  • Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose)
  • Kupferspeicherkrankheit (M. Wilson)
  • Alpha-1-Antitrypsin-Mangel
  • Zystische Fibrose (CF, Mukoviszidose)
  • Porphyrie
  • Hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (M. Osler)
  • Zystenleber
  • M. Meulengracht
  • Seltene Lebererkrankungen wie kongenitale Leberfibrose, Caroli-Syndrom, Alagille-Syndrom, Gallengangsatresie, Rotor-Syndrom, Dubin-Johnson-Snydrom, Progressive familiäre intrahepatische Cholestase (PFIC, M. Byler), Benigne rekurrente intrahepatische Cholestase (BRIC)

Internistische Onkologie

Besondere Schwerpunkte im Bereich Onkologie

  • Diagnostik und Behandlung aller gut- und bösartigen Erkrankungen des Verdauungstrakts (Speiseröhre, Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase, Gallengänge)
  • Diagnostik und Behandlung gut- und bösartiger Erkrankungen der Lunge
  • Diagnostik und Behandlung vieler gut- und bösartiger Knochenmarkserkrankungen und Lymphome
  • Tagesklinische Versorgung von Tumorpatientinnen und -patienten
  • Einholen einer Zweitmeinung

Palliativmedizin

Palliativmedizin ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten (voranschreitenden), weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung. Zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht besitzt die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität. Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung.

Insbesondere für unsere onkologischen Patienten bieten wir eine palliativmedizinische Betreuung im stationären Sektor an. Im ambulanten Sektor unterstützen wir unsere hausärztlichen Kollegen in der palliativmedizinischen Versorgung.

Hämatologie

Hämatologie ist die Lehre von der Physiologie, Pathophysiologie und den Krankheiten des Blutes sowie der blutbildenden Organe. Sie umfasst bösartige Erkrankungen des Blutes, Bildungsstörungen des Knochenmarks, Blutveränderungen durch immunologische Prozesse.

Die wichtigsten Blutkrankheiten sind die akute und chronische Leukämie (Blutkrebs), bösartige Veränderungen der Lymphknoten (umgangssprachlich „Lymphknotenkrebs“), Anämie (Blutarmut) und die Hämophilie (Bluterkrankheit).

Die meisten Krankheiten des Blutes können aus dem Blut selbst diagnostiziert werden, in manchen Fällen muss jedoch eine Knochenmarkpunktion durchgeführt oder ein Lymphknoten herausgenommen und untersucht werden.

Die Abklärung auf Blut- oder Lymphknotenerkrankungen kann durch unsere Klinik stationär oder ambulant erfolgen.

Endokrinologie

Unser Aufgabenbereich umfasst

  • Adipositas, Dyslipidämie und metabolisches Syndrom
  • Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenerkrankungen
  • Nebennierenerkrankungen
  • Erkrankungen der Hypophyse
  • Metabolische Knochenerkrankungen, Osteoporose
  • Störungen der Reproduktionsorgane, Infertilität, Hyperandrogenämie
  • Genetische/chromosomale Erkrankungen mit endokrinologischer Beteiligung
  • Störungen von Wachstum und Pubertät
  • Endokrine Formen der Hypertonie

Folgendes Spektrum an Funktionstesten wird routinemäßig angeboten

  • 2-h-OGTT (Diabetes)
  • 5-h-OGTT (postprandiale Hypoglykämie)
  • 5-h-OGTT (Akromegalie)
  • ACTH-Test
  • CRF-Test
  • GHRH-Test
  • LHRH-Test
  • TRH-Test
  • Kombinierter Hypophysenstimulationstest
  • HCG-Test
  • Urin-Katecholamine/Metanephrine
  • Plasma-Metanephrine
  • Clonidin-Hemm-Test
  • NaCl-Infusionstest
  • Orthostase-Test
  • ARQ
  • Insulin-Hypoglykämie-Test
  • Arginin-Stimulations-Test
  • 72-h-Fasten-Test (Intensivstation)
  • Durstversuch
  • Dexamethason-Suppressionstest
  • 24-h-Blutdruckmessung
  • Kontinuierliches Glukosemonitoring

Diabetologie

Die Diagnostik und Therapie der Zuckerkrankheit erfolgt nach internationalen Standards und den Empfehlungen der Deutschen Diabetesgesellschaft. Hierbei steht nicht „der Zucker“, sondern der Patient in seiner Gesamtheit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Unser Aufgabenbereich umfasst

  • Beginn oder Neueinstellung einer blutzuckersenkenden Behandlung inklusive Patientenschulung, wenn dies ambulant nicht möglich ist.
  • Notfallaufnahme bei gefährlichen Entgleisungen (schwere Hypoglykämie, Ketoazidose, ausgeprägte Hyperglykämie).
  • Berücksichtigung weiterer kardiovaskulärer (Herz und Kreislauf betreffende) Risiken; dies sind vor allem hoher Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel.
  • Untersuchung auf Anzeichen für oder bereits eingetretene Folgekrankheiten der Zuckerkrankheit (z. B. Angina pectoris, Schlaganfall, Nierenschwäche, Durchblutungs- und Gefühlsstörungen der Beine, Sehschwäche).
  • Abstimmung des Behandlungsplanes mit dem Patienten unter Berücksichtigung dessen psychosozialer Situation und persönlicher Präferenzen und Möglichkeiten.
  • Konsiliardienst (d. h. Beratung und Mitbehandlung) für die anderen Fachabteilungen des Krankenhauses. Ein wichtiger Punkt, denn tatsächlich sind ca. 20 % aller Patienten, die im Spital Waldshut stationär behandelt werden, Diabetiker. Das liegt sowohl an der Häufigkeit der Volkskrankheit Diabetes mellitus, als auch an den zum Teil schwerwiegenden Folgekrankheiten, die im Krankheitsverlauf auftreten können. Häufig werden in akuten Krankheitsphasen oder perioperativ Anpassungen der blutzuckerregulierenden Therapie erforderlich, um einen guten Heilverlauf zu begünstigen. Hierbei unterstützt das Diabetesteam die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte des Patienten.

Nephrologie

In der Medizinischen Klinik 2 werden Nierenerkrankungen behandelt. Die Diagnostik umfasst die Ursachenabklärung von akuten und chronischen Nierenerkrankungen, inklusive Nierenbiopsie. Nierenersatzverfahren (Hämodialyse) sind notfallmäßig und geplant jederzeit verfügbar. Im Landkreis Waldshut ist die Medizinische Klinik 2 des Spitals Waldshut die einzige Abteilung, die diese Möglichkeit in Kooperation vorhält.

Infektiologie

Ein Schwerpunkt in der Behandlung stationärer Patienten ist die Behandlung und Diagnostik von akuten infektiösen Erkrankungen bis hin zur Malaria (Tropenerkrankungen).

Weitere infektiöse Erkrankungen sind zum Beispiel

  • Behandlung von Lungenentzündungen
  • Behandlung von Harnwegsinfektionen
  • Diagnostik und Therapie infektiöser Magen- und Darmerkrankungen
  • Diagnostik unklarer Infektzustände
  • Therapie von Hautinfektionen
  • Primärversorgung infektiöser neurologischer Erkrankungen (z. B. Meningitis)
  • Ausleitung und Entlastung von Eiteransammlungen im Bauchbereich
  • Infektzustände bei dauerhaft immunsuppremierten Patienten, z. B. nach Organtransplantationen oder allogener Knochenmark- oder Stammzelltransplantation

Vorsorge

Gesundheitsvorsorge - ein Anliegen, das uns alle gleich betrifft und uns allen gleich viel bedeuten sollte. Auch wenn die medizinischen Behandlungsmethoden sich weiterentwickeln und besser werden, kann die "Reparaturmedizin" nicht annähernd so viel für Ihr persönliches Wohlbefinden und Ihre Gesundheit tun, wie Sie selbst. Eine vernünftige, gesundheitsbewusste Lebensweise und die Inanspruchnahme von Vorsorgemaßnahmen bestimmen ganz wesentlich (über 70 %) Ihre persönliche Gesundheit.

Gesundheitsvorsorge durch umfassende Vorsorgediagnostik bedeutet vor allem die ganzheitliche Betrachtung des Menschen. Wir wollen uns im Spital Waldshut ein aussagefähiges Bild von Ihnen und Ihrer Gesundheit machen. Das wollen wir natürlich gründlich und genau tun und nehmen uns deswegen bei unserem „Check-up“ auch Zeit für Sie.

Krebs

Krebskrankheiten stehen nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen an zweiter Stelle der Todesursachen. Am häufigsten sind Darmkrebs, Brustkrebs und Bronchialkrebs. Die Krankheit Krebs oder den Krebs gibt es nicht. Vielmehr fassen wir darunter viele verschiedene Krankheitsbilder zusammen. Wir unterscheiden die Krebsarten nach den Körperzellen, aus denen die Krankheit entsteht. 90 % aller Krebsarten gehen von epithelialen Zellschichten aus. Diese nennen wir maligne Karzinome. Die übrigen 10 % sind Sarkome, die sich aus Knochen-, Knorpel, Muskel- oder Bindegewebe ableiten, oder aber Leukämien bzw. Lymphome. Letztere entstehen infolge gestörter Entwicklung des Immunsystems. All diesem Tumoren gemein ist ihre Bösartigkeit.

Wie kann aus einer gesunden Körperzelle Krebs entstehen?

Krebs- bzw. Tumorzellen entstehen, wenn Fehler in der Zellteilung auftreten und eine gesunde Zelle mutiert und damit schlicht und ergreifend ihre Selbstkontrolle verliert. Manche Krebsforscher bezeichnen das als genetischen Unfall. Durch weitere Teilung wächst die Zelle zu einer Geschwulst heran. Die "böse" Zelle kann auch in benachbartes Gewebe eindringen und/oder sich über die Blutbahn oder Lymphbahn in entfernteren Organen ansiedeln. Das nennt man Metastasierung. Von der Entstehung einer mutierten Zelle bis hin zu ihrer Teilung und Verbreitung können viele Jahre vergehen.

Was aber veranlasst eine gesunde Zelle zur Mutation?

Hier bleiben Ärzte und Wissenschaftler eine Antwort schuldig. Risikofaktor Nummer Eins ist das Rauchen, so viel ist klar. Auch UV-Strahlen zählen zu den Risikofaktoren, z. B. für maligne Melanome. Gleichfalls können bestimmte Viren Krebs auslösen, so gelten z. B. die Hepatitis B und C Viren als Mitverursacher von Leberkrebs. Bei den meisten Krebsarten ist man sich noch uneins.

Darmkrebs

Darmkrebs ist vermeidbar!

Vorsorge und Früherkennung sind in aller Munde. Früherkennung heißt nicht nur, Karzinome in einem frühen Stadium zu erkennen und damit zu heilen, sondern auch, Krebsvorstufen zu entfernen und damit die Krebsentstehung zu verhindern.

In Deutschland stellen bösartige Tumoren des Darmes (Kolon und Rektum) die zweithäufigste Krebstodesursache dar, nach Lungen- und Bronchialkarzinomen. Über 30.000 Menschen versterben jährlich am Darmkrebs. Die jährliche Neuerkrankungsrate liegt bei über 50.000. Da die Mehrzahl der Dickdarmkarzinome aus gutartigen Polypen entsteht, kann diese Erkrankung durch eine Vorsorge-Untersuchung vermieden werden. In der Vorsorge-Koloskopie (Darmspiegelung) können diese Polypen nämlich endoskopisch entfernt werden.

Ab dem 50. Lebensjahr sollte eine Vorsorge-Darmspiegelung durchgeführt werden.

Bei Blut im Stuhl muss eine sofortige Dickdarmspiegelung durchgeführt werden.

Welche Symptome deuten auf Darmkrebs?

Darmkrebs im Anfangsstadium macht sich leider nicht bemerkbar. Höchstens durch Müdigkeit oder Abgeschlagenheit. Im späteren Stadium treten Bauchschmerzen, Blut im Stuhl (kann durchaus versteckt sein) und Stuhlunregelmäßigkeiten wie Durchfall oder Verstopfung auf.

Welche Untersuchungen gehören zur Vorsorge?

Körperliche Untersuchung, Hämocculttest und Koloskopie.

Ist eine Koloskopie mit Schmerzen verbunden?

Durch eine optimale, individuell angepasste Sedierung („Schlafspritze“) empfinden die Patienten kaum Schmerzen.

Wie oft sollte eine Koloskopie wiederholt werden?

Bei negativem Befund ab dem 50. Lebensjahr alle fünf Jahre.

Welche Vorsorge ist ratsam, wenn andere Familienmitglieder betroffen sind?

Hämocculttest und Koloskopie - am besten zehn Jahre vor dem Lebensalter, in dem Darmkrebs bei anderen Familienmitgliedern aufgetreten ist. Bei Polypenkrankheit sind Koloskopien jährlich ab dem zehnten Lebensjahr notwendig.

Lässt sich Darmkrebs heilen?

Im Frühstadium auf jeden Fall, da liegt die Chance auf Heilung bei 100 Prozent. Sind schon Metastasen vorhanden, liegt die durchschnittliche Überlebenszeit bei neun bis zwölf Monaten.

Spielt die Ernährung eine Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs?

Eindeutige Untersuchungsergebnisse liegen leider nicht vor. Viel Fleisch und wenig Ballaststoffe werden jedoch als Risikofaktoren eingeschätzt. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente schützen den Darm angeblich vor Krebs.

Magenkrebs

Kleiner Keim, große Wirkung

Der Befall der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori gilt als die weltweit häufigste bakterielle Infektion. In unseren Breitengraden sind ca. 20-30 % der Personen unter 40 Jahren betroffen, ab 50 Jahren ist es sogar jeder zweite.

Übertragbar ist der Keim durch Mund-zu-Mund-Kontakt, sowie über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser.

Typischerweise kann diese Infektion mit Magendrücken, Blähungen und Sodbrennen einhergehen und kann Entzündungen der Magen- bzw. Darmschleimhaut und Geschwüre verursachen. Eine chronische Infektion mit H. pylori ist ein Risikofaktor für die Entstehung des Magenkarzinoms und des sogenannten MALT-Lymphoms. Aus diesem Grund hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) H. pylori 1994 in die Gruppe I der definierten Kanzerogene eingeordnet.

Ein neues Nachweisverfahren

Bis vor kurzem war jedoch die Diagnose eines Befalls mit diesem Keim nur mittels aufwändiger und invasiver Methoden (Magenspiegelung) möglich.

Jetzt gibt es mit dem Helicobacter-Atemtest ein bequemes, nicht invasives Messverfahren, bei dem mit hoher Genauigkeit der Befall mit Helicobacter pylori über die Atemluft nachgewiesen werden kann.

Ausmerzung möglich

Bei einem positiven Testergebnis kann den vorhandenen Beschwerden dann schnell durch eine einfache medikamentöse Behandlung ein Ende gesetzt und der Keim aus dem Körper entfernt werden. Ebenfalls wird mit der Therapie dann natürlich auch das Risiko reduziert, an Geschwüren oder Magenkrebs zu erkranken.

Lungenkrebs

Mindestens 18 Millionen Menschen hierzulande sind Raucher. Kein Wunder, denn Nikotin wirkt anregend auf das Gehirn: Stress und Unruhe werden vermindert. Die Kehrseite: Nikotin macht süchtig. Nikotin ist schädlich. Tabakrauch schädigt das feine Gewebe in den Bronchien, schränkt die Atemfunktionen ein und fördert die Entstehung von Bronchitis. Krebserregende Stoffe im Teer können Lungenkrebs und andere Krebserkrankungen erzeugen. So gehen 90 Prozent aller Lungen- und Bronchialkrebsfälle auf das Konto von Zigaretten, ebenso wie 25 bis 30 Prozent aller Krebsfälle mit Todesfolge.

Von den Teenagern, die mit dem Rauchen beginnen und nicht bald versuchen, wieder damit aufzuhören, wird ein Viertel im Alter von 35 bis 69 Jahren, ein weiteres Viertel im Alter von etwa 70-75 Jahren an den direkten Folgen des Tabakkonsums sterben. Nach Aussagen des Deutsche Krebszentrums Heidelberg spielt die Menge der pro Tag gerauchten Zigaretten dabei über die Jahre hinweg gesehen eine weniger wichtige Rolle. Entscheidend ist eher die Gesamtdauer.

Die beste Verhütung von Krankheiten ist also, den Zigarettenkonsum einzustellen. Wer das nicht schafft, sollte wenigstens regelmäßig im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung sein Lungen- und Bronchialsystem checken lassen.

Leberkrebs

Leberkarzinom ist weltweit einer der häufigsten bösartigen Tumoren. Etwa 6 % aller Krebserkrankungen beim Mann und circa 3 % bei der Frau sind Leberzellkarzinome. Dabei zeigen sich allerdings ausgeprägte geografische Unterschiede. In allen Ländern, in denen die Hepatitis B sehr häufig auftritt, ist auch das Leberkarzinom häufig zu finden. Das trifft insbesondere für Asien und Afrika zu. In Europa ist es hingegen eher selten und entwickelt sich meist auf dem Boden einer Leberzirrhose.

Warnzeichen

Häufig merkt der Patient nichts. Kleine Geschwülste der Leber werden i.d.R. nur im Rahmen von Ultraschall- oder speziellen Röntgenuntersuchungen gefunden. 
Wenn Sie folgende Symptome an sich beobachten, sollten Sie sich unbedingt von ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin untersuchen lassen:

  • Druckschmerz im Oberbauch
  • tastbare Schwellung unter dem rechten Rippenbogen
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit oder erhöhte Temperatur ungeklärter Ursache
  • Schwäche, Leistungsminderung
  • ungewollte Gewichtsabnahme
  • Gelbsucht

Wenn Sie derartige Symptome an sich beobachten, heißt das noch nicht, dass Sie an einer Tumorerkrankung leiden. Alle diese Beschwerden können auch vergleichsweise harmlose Ursachen haben. Sie können aber auch Hinweis auf eine Krebserkrankung sein. Klären Sie deshalb die Ursache solcher Beschwerden schnellstmöglich ab und schieben Sie den Arztbesuch keinesfalls vor sich her!

Denn: Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung der Krankheit ist eine rechtzeitige Diagnose. In frühen Stadien kann das Leberkarzinom durch eine Operation entfernt oder durch eine Radiofrequenzablation „verkocht“ und die Krankheit geheilt werden. Leider ist bei vielen Betroffenen die Krebserkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose schon so weit fortgeschritten, dass eine Heilung kaum noch möglich ist. Aber auch bei fortgeschrittenem Tumorleiden kann eine rasche Diagnose dazu beitragen, die Überlebenschance zu erhöhen und die verbleibende Lebensspanne erträglich und lebenswert zu gestalten.

Da sich die meisten Leberkarzinome auf dem Boden einer Leberzirrhose entwickeln, sollten Patienten mit dieser Erkrankung alle sechs Monate untersucht werden, um einen möglichen Lebertumor im Frühstadium zu identifizieren und zu behandeln.

Osteoporose

Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, in deren Verlauf immer mehr Knochenmasse abgebaut wird. Deshalb wird die Krankheit auch als "Knochenschwund" bezeichnet. Durch den Abbau der Knochenmasse wird der Knochen instabil und bricht schließlich. Am häufigsten sind Oberschenkelhals- und Wirbelbrüche: In Deutschland werden jedes Jahr bei 130.000 Menschen Knochenbrüche behandelt, die auf Osteoporose zurückzuführen sind. Jeder dritte Patient mit Osteoporose-Knochenbrüchen ist aufgrund der Beschwerden nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen und deshalb auf fremde Hilfe angewiesen.

Osteoporose stellt die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter dar: Sieben Millionen überwiegend ältere Menschen leiden in Deutschland an Osteoporose. Frauen sind häufiger betroffen als Männer: Ein Drittel aller Frauen im Alter über 60 Jahren lebt mit der Diagnose "Knochenschwund".

Weil die Krankheit bei bereits bestehenden Knochenbrüchen nur sehr schwer behandelt werden kann, ist es wichtig, durch Vorsorgeuntersuchungen das Osteoporose-Risiko rechtzeitig zu erkennen. So wird der Zerstörung der Knochenmasse in einem frühen Stadium entgegengewirkt und Knochenbrüche werden verhindert.

Eine erste Knochendichtemessung ist ab einem Alter von 45 Jahren empfehlenswert, bei einer langfristigen Behandlung mit Cortison, einer Schilddrüsenerkrankung, Rheuma oder anderen Risikofaktoren ist die Osteoporose-Messung auch früher ratsam.

Kontakt

Chefärztin

Dr. med. Sun Ju Kim

Fachärztin für Innere Medizin

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