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Presseartikel, Alb-Bote, 10.11.2012

Spital setzt Radiowellen ein

Waldshut-Tiengen (Uthe Martin) - Das Spital Waldshut setzt seit einigen Monaten Radiowellen ein, um Krampfadern zu entfernen. Seit Oktober übernimmt die AOK Baden-Württemberg für ihre Versicherten die Kosten für diese neue, schonende Opertionsmethode in der Venenchirurgie. "Wir haben uns dazu entschlossen, weil die Methode weniger Belastungen für die Patienten mit sich bringt. Sie können nach der ambulanten Operation in der Regel am folgenden Tag wieder zur Arbeit gehen", sagt Dietmar Wieland, Geschäftsführer der AOK Hochrhein-Bodensee. Die AOK Baden-Württemberg habe im Vorfeld in Abstimmung mit dem Berufsverband der Phlebologen - Fachärzte für Venenerkrankungen - einen Vertrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität im Bereich der ambulanten Venentherapie geschlossen. "Damit ist es Spezialisten möglich, diese neue OP-Methode kostendeckend durchzuführen. Am Spital Waldshut ist Chefarzt Johannes Zeller Facharzt für Chirurgie und Venenerkrankungen", so das Spital.

Rund 150 Krampfadernoperationen werden im Spital jährlich im Durchschnitt ausgeführt, bisher nach der "Stripping"-Methode. Dabei sind mehrere Schnitte nötig, in der Leiste und weiter unten am Bein. Die kranke Vene wird nach oben herausgezogen. Radiowellen dagegen lassen Venen von innen schrumpfen. Dazu wird ein Schnitt im Unterschenkel gemacht, dort wird nach oben eine Sonde eingeführt. Das Ende wird erhitzt und gibt seine Energie an die Veneninnenwand weiter. Die zieht sich dauerhaft zusammen und wird verschlossen. "Der Körper leitet den Blutfuss in gesunde Venen um und die Wiederherstellung der normalen Blutzirkulation erleichtert die Rückbildung der oberflächlichen Venen. Die verschlossenen Venen bilden sich im Bindegewebe um und werden sogar oft vom Körper abgebaut", erläutert das Spital den Effekt der Operation.

"Wir setzen dabei am Spital Vollnarkose ein", sagt Johannes Zeller. Ein solcher Eingriff dauere etwa eine Dreiviertelstunde. Rund 1200 Euro kostet eine OP nach dem neuen Verfahren, für ein Stripping werden 800 bis 900 Euro berechnet. "Das ist keine kosmetische Operation", betont der Chefarzt. Durch rechtzeitige Behandlung eines Venenleidens ließen sich juckende Hautveränderungen oder ein offenes Bein verhindern. Das Spital Waldshut hat das notwendige Behandlungsgerät angeschafft, für etwa 25.000 Euro, wie Jakob Englisch, Standortleiter des Spitals, erläutert. Beim Eingriff werden Einmal-Katheter mit Sonde eingesetzt, die pro Stück zwischen 350 und 500 Euro kosten.

Presseartikel, Alb-Bote, 16.10.2012

Grüne Damen spenden Trost

Waldshut (Klatt-D´Souza) Mit einem Lächeln Schmerzen lindern und mit Worten Trost spenden - dafür sind die Grünen Damen im Waldshuter Spital bekannt. Seit 15 Jahren kümmmern sich die Ehrenamtlichen - zu denen sich fast seit einem Jahr auch der erste Herr gesellt hat - um die Patienten. "Wir schenken ihnen unsere Zeit", sagt die Vorsitzende der Grünen Damen, Maria Thren, die seit 13 Jahren ehrenamtlich tätig ist. "Zurück bekommen wir den Dank der Patienten. Das ist die schönste Belohnung für uns."

Nicht nur die Patienten sind dankbar, dass es die Damen gibt, sondern auch die Mitarbeiter des Krankenhauses: "Alle Ehrenamtlichen leisten einen wertvollen Dienst, den wir den Patienten so nicht bieten könnten", sagt Jakob Englisch von der Spital-Geschäftsführung auf der 15-Jahr-Feier der Grünen Damen. Als Dankeschön gab es für alle Ehrenamtlichen vom Spital neben einer grünen Torte auch einen Gutschein für eine Rheinfahrt mit einem Früchstücksbrunch. "Mit einem einfachen Servierwagen, von dem sich die Patienten Bücher ausleihen konnten, hatte vor 15 Jahren alles angefangen", erinnert sich Maria Thren. Mittlerweile gibt es 21 Damen und einen Herrn, die zur Mannschaft dazugehören, kleine Besorgungen für die Patienten erledigen, ihnen zuhören und auch immer mit einem Rat beiseite stehen. Auch die Bücherausleihe gibt es heute noch. "Wir sind auch froh darüber, dass wir von den Patienten so gut angenommen werden", freut sich die 60-jährige Maria Thren. In der Regel ist jede Dame ein Mal pro Woche für etwa drei Stunden im Spital im Einsatz. Seit zwei Jahren bieten die Damen auch einen Begleitservice an. "Dabei warten wir am Empfang und zeigen neuen Patienten, wo ihre Zimmer sind. "Wir sind ständig auf der Suche nach weiteren Helfern", sagt Thren. Die Jüngste im Bunde der Grünen Damen ist Carina Ferreira. Die 23-Jährige ist erst seit knappp einem Jahr dabei und will im kommenden Jahr eine Ausbildung zur Krankenschwester im Spital beginnen. "Für mich ist es eine wundervolle Aufgabe, für die Patienten da zu sein. Gleichzeitig profitiere ich auch davon, weil ich die deutsche Sprache besser lernen kann. Es ist ein Geben und Nehmen", sagt Carina Ferreira, die erst vor zwei Jahren von Portugal nach Waldshut gezogen ist. Auch Thren freut sich, wenn junge Menschen ehrenamtlich helfen wollen: "Wir brauchen eine bunte Mischung bei uns. Junge Menschen können gut jüngere Patienten betreuen, genauso wie Männer Männer. Diese können dann über Autos sprechen oder Politik."

Der Name der Grünen Damen ist übrigens zurückzuführen auf die hellgrüne Kleidung, die die Damen während ihrer Zeit im Spital tragen.

Presseartikel, Alb-Bote, 29.09.2012

Zum Wohle des Patienten

Tumorzentrum am Spital und Strahlentherapiepraxis Singen-Friedrichshafen besiegeln Kooperationsvereinbarung

Waldshut/Singen (mhe) Das Tumorzentrum am Spital Waldshut hat seine bereits bestehende Zusammenarbeit mit der Strahlentherapiepraxis Singen-Friedrichshafen mit einem formellen Kooperationsvertrag untermauert. Am Mittwoch unterzeichneten Spitalgeschäftsführer Uwe Lorenz und Johannes Lutterbach als Vertreter der Berufsausübungsgemeinschaft für Strahlentherapie Singen-Friedrichshafen in Waldshut den Vertrag. Ziel der Kooperation ist es, eine optimale strahlentherapeutische Versorgung der Tumorpatienten aus dem Einzugsgebiet des Spitals Waldshut durch Behandlung in der Singener Praxis sicherzustellen, sagte Lorenz am Mittwoch.

Die Medizinische Klinik 2 am Spital Waldshut behandelt Tumorpatienten. Im Februar 2012 wurde dafür im Spital das Tumorzentrum Hochrhein gegründet. Darin treffen sich Ärzte verschiedener Fachrichtungen regelmäßig im sogenannten Tumorboard, um die einzelnen Krankheitsfälle zu beurteilen und das weitere Prozedere festzulegen. Daran nimmt regelmäßig auch ein Facharzt für Strahlentherapie aus Singen teil. Oft muss bei Krebspatienten von vorneherein oder in Ergänzung zu einer Operation eine Chemotherapie durchgeführt werden. Diese wird am Spital gemacht. In Fällen, in denen eine Strahlentherapie notwendig wird, kann diese in der Singener Praxis vorgenommen werden. So bleiben die Wege für Patienten aus dem Einzugsgebiet des Spitals Waldshut kurz.

Das an der von Chefarzt Hasan Kulaksiz geleiteten Medizinischen Klinik 2 angesiedelte Tumorzentrum Hochrhein wird von Oberarzt Martin Zoz geführt. Das Tumorzentrum am Waldshuter Spital ist für Informationen und Terminabsprachen unter der Hotline 07751 / 85 45 67 zu erreichen.

Presseartikel, 17.09.2012

Wir gratulieren unseren 18 erfolgreichen Absolventen der Pflegeschule

In diesem Jahr freuen sich 18 Auszubildende unserer Fachschule für Pflege über ihren bestandenen Abschluss als Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger.

Das Spital und das Lehrerteam sind stolz auf die erbrachten Leistungen dieses Jahrganges. Verena Flügel und Beatrice Böhler erreichten das beste Examensergebnis. Zwei Schüler werden im nächsten Jahr nochmals zum Examen antreten.

Wir bedanken uns bei den Absolventen für die gute Zusammenarbeit und wünschen den frischgebackenen Fachkräften einen guten Einstieg in ihr Berufsleben. Ebenso bedanken wir uns bei dem Lehrerteam, den Praixsanleitern, Mentoren und den Stationsteams für ihren Einsatz.

Ein herzliches Willkommen geht an die sieben Absolventen, die unsere Pflegeteams im Spital Waldshut ab 1. Oktober unterstützen werden!

Die Absolventen in alphabetischer Rheinfolge:
Jessica Ammann, Julia Baumann, Hanna Baumgartner, Beatrice Böhler, Mona Chehibi, Claudia Döbele, Marina Eckert, Verena Flügel, Susanne Knieß, Nina Kornberger, Philipp Linnmann, Michael Mußhoff, Svenya Prem, Miiriam Ravener, Katja Repin, Lidia Santoro, Anne Strakovits, Julian Venzke, Laura Visconti, Nadine Wagner.
Das Gruppenfoto der Abschlussklasse sehen Sie hier.

 

Presseartikel, Alb-Bote, 23.07.2012

Vorsorge kann Leben retten

Zu wenig Menschen nutzen Vorsorgeuntersuchungen gegen Darmkrebs, die lebensrettend sein können. Dies ist eine erste Bilanz aus der Arbeit des Tumorzentrums Hochrhein, das im Februar am Krankenhaus Waldshut seine Arbeit aufgenommen hat.

Patienten mit verschiedensten Krebserkrankungen haben bereits das Tumorzentrum aufgesucht, das durch die Zusammenarbeit von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen eine neue Behandlungsqualität ermöglichen soll. Als Schwerpunkt deutlich geworden seien Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Dies sagte im Gespräch mit dieser Zeitung Chefarzt Hasan Kulaksiz, Initiator des Tumorzentrums. Ganz vorne bei den Fallzahlen lägen die Darmkrebs-Befunde, so der Mediziner. Festzustellen sei, dass die seit Jahren von Hausärzten und Krankenkassen empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen offenbar zu wenig genutzt würden, Kulaksiz "Es ist verwunderlich, dass wir Patienten im Alter von 70 bis 80 Jahren haben, die noch nie eine Darmspiegelung hatten." Der Chefarzt: "Auffällig ist, dass Tumorpatienten in sehr weit fortgechrittenem Stadium kommen. Das zeigt, dass bestehende Vorsorgeuntersuchungen nicht angenommen werden." Der Internist, der die Medizinische Klinik 2 innerhalb des Waldshuter Spitals leitet, verweist auf eine aktuelle Studie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Die Untersuchung habe erwiesen, dass die Zahl der Darmkrebserkrankungen dank der Voruntersuchungen bundesweit gesunken sei. Denn bei rechtzeitiger Erkennung könnten bestimmte Tumor-Vorstufen entfernt werden. Hinzu kommen bessere Heilungs-Chancen, wenn eine bereits bösartige Wucherung in möglichst frühem Stadium entdeckt wird.

Nach Auskunft des Chefarztes ist am Waldshuter Spital die Zahl der Krebspatienten, die sich etwa einer Chemotherapie unterziehen, seit Einrichtung des Tumorzentrums gestiegen. Dies passt zur Zielvorgabe, mehr wohnortnahe Behandlungen zu ermöglichen. Kulaksiz: "Ein Großteil der Patienten musste vorher nach Freiburg." Speziell für die Chemotherapie, die gegenwärtig noch auf den Stationszimmern vorgenommen wird, entstehen im Spital derzeit neue Räume. Zentrales Element des Tumorzentrums ist das sogenannte Tumorboard. Dabei handelt es sich um eine alle zwei Wochen stattfindende Konferenz, an der Chirurgen, Radiologen, Urologen, Gynäkologen, Pathologen und Strahlentherapeuten teilnehmen. In dieser Sitzung wird die Behandlung eines jeden einzelnen Patienten besprochen. Pro Termin stehen etwa zehn Krankheitsfälle auf der Tagesordnung.

"Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Disziplinen klappt sehr gut", berichtet Chefarzt Kulaksiz. Seit Bestehen des Tumorzentrums seien in der zweiwöchentlichen Konferenz insgesamt rund 200 Fälle erörtert worden.


Presseartikel, Alb-Bote, 09.02.2012

Fortschritte für Patienten

Die Versorgung von Krebspatienten im Landkreis soll verbessert werden. Dies ist Ziel des jetzt am Krankenhaus Waldshut formierten Tumorzentrums Hochrhein. Der Verbund onkologisch tätiger Ärzte aus der Region hat bereits seine Arbeit aufgenommen. Die enge Kooperation von Medizinern verschiedener Disziplinen soll zum Wohl der betroffenen Menschen Fachkenntnisse zusammenfassen.

Das Tumorzentrum soll möglichst vielen Erkankten belastende Wege zu anderen Krankenhaus-Standorten ersparen. "Wir wollen eine heimatnahe Versorgung für unsere Patienten im Kreis Waldshut erreichen", sagt bei der Vorstellung der neuen Einrichtung Hasan Kulaksiz. Der Internist ist seit Mai 2011 Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 am Waldshuter Spital und Initiator des Tumorzentrums. Es handele sich um ein "fächerübergreifendes, kompetenes Netzwerk, in dem die Bereiche Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen aller Art zusammengefasst sind". Denn in den vergangenen Jahren habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, das Krebserkrankungen unter Beteiligung der verschiedenen Medizinfachrichtungen behandelt werden sollten. Oberbürgermeister Martin Albers, Vorsitzender des städtischen Spital-Stiftungsrats, würdigte die schnelle Realisierung des Konzepts unter Federführung des neuen Chefarztes. Auch unter Bezug auf das am 1. Februar gegenüber dem Krankenhaus eröffnete Psychiatrische Behandlungszentrum sagte der Rathaus-Chef: "Ich freue mich, dass der Gesundheitsstandort Waldshut solche Fortschritte macht."

Die Medizinische Klinik 2, am Spital Waldshut eine der beiden Inneren Abteilungen, befasst sich schwerpunktmäßig mit Erkrankungen der Verdauungsorgane. Für das neue Tumorzentrum wurden eigens zwei Oberärzte angestellt, die zuletzt am Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg tätig waren. Einer der beiden Spezialisten ist Simon Gaul, Facharzt für Innere Medizin. Der 35-jährige berichtete über Fortschritte bei der Tumorbehandlung. So bestünden heute Therapiemöglichkeiten bei Lebermetastasen, die früher als unheilbar galten. Noch immer jedoch gebe es in Deutschland Defizite bei der Behandlung von Tumoren. Beispiel, so Gaul: "Bis zu 50 Prozent der Darmkrebspatienten, denen nach einer Operation eine Chemotherapie nützen würde, erhalten diese nicht," Martin Zoz, der zweite neue Oberarzt und in leitender Funktion tätig, sagte über das Waldshuter Spital: "Hier wurde schon gute Onkologie gemacht, aber es gab keine Struktur." der 40-jährige Facharzt für Innere Medizin: "Ein Tumorzentrum hat zum Ziel, die Betreuung von Krebspatienten in einer Region zu koordinieren und dabei für eine dem Stand des medizinischen Wissens entsprechende Diagnostik und Therapie zu sorgen."

Chirurgie-Chefarzt Johannes Zeller sagte: "Wir wollen, dass die Patienten in Waldshut genau so gut behandelt werden wie an einer Universitätsklinik."

Einer der Kooperationspartner ist die Praxis für Innere Medizin von Phillip Hoffmeister in Bad Säckingen. Der Facharzt zog Vergleiche zum medizinischen Stand von früher und machte Erkrankten Mut: "Man baut auf den Erfolgen der Forscher auf und kann die Patienten sehr gut behandeln."

 

Presseartikel, Südkurier, 02.01.2012

Drei Babys begrüßen 2012


Gerade mal 67 Minuten alt war das Jahr 2012, als Isabella zur Welt kam. Damit ist das 52 Zentimeter große und 3010 Gramm schwere Mädchen das erste Baby, das im neuen Jahr im Waldshuter Spital geboren wurde.

"Es war das pure Glücksgefühl und eine große Erleichterung, dass alles gut gegangen ist", beschreibt die noch etwas erschöpfte junge Mutter Hanna Olinger (22) aus Waldshut ihre Gefühle nach der Geburt des ersten Kindes. Sprachlos vor Freude, sagt sie, sei auch ihr Mann gewesen, der bei der Geburt mit dabei war. Doch nach Isabellas glücklicher Ankunft im neuen Jahr war noch längst nicht Ruhe in der Wochenstation des Waldshuter Spitals. Um 4.40 Uhr Uhr erblickte dort ein weiteres Kind das Licht der Welt, und um 08.01 Uhr war dann mit der Geburt eines Jungen der "Neujahrs-Dreierpack" komplett.

"Gleich drei Babys in den ersten Neujahrsstunden ist schon etwas besonderes, es ist ein guter Trend, so kann es weitergehen", freut sich Oberärztin Ursula Kirch am Neujahrs-Vormittag. Letztes Jahr habe es im Spital Waldshut kein einziges Neujahrskind gegeben. Auch an Heiligabend sei keines zur Welt gekommen, dafür an Weihnachten. "Wir registrieren schon, wenn Kinder an besonderen Tagen geboren werden", bestätigt die Oberärztin. Die Mütter hingegen beschäftige anderes: "Sie sagen nicht, hoffentlich kommt es noch im alten, hoffentlich im neuen Jahr, sie sind einfach nur froh, wenn sie durch sind und alles gut gegangen ist."

 

Presseartikel, BZ / Südkurier, 15.11.2011

"Das Ziel ist ein Tumorzentrum"

BZ-INTERVIEW mit dem Waldshuter Chefarzt Hasan Kulaksiz, der das neu endeckte Peptidhormon Hepcidin untersuchte...mehr


Presseartikel, Südkurier, 03.11.2011

Fortschritt für Herzpatienten


Waldshut -Im Krankenhaus Waldshut werden nun auch Herzschrittmacher eingesetzt, die Patienten-Untersuchungen in einem Kernspintomografen ermöglichen. Das strahlungsfreie Diagnose-Verfahren mit präzisen Bildern aus dem Inneren des Körpers, auch unter dem Begriff MRT bekannt, ist bei herkömmlichen Schrittmachern allenfalls eingeschränkt möglich.

Deren Funktion könnte durch die elektromagnetischen Felder gestört werden.

Nach Angaben von Chefärztin Sun Ju Kim erhalten am Krankenhaus Waldshut jährlich rund 150 Patienten einen Herzschrittmacher. Bei der Früherkennung und Therapieplanung bestimmter Krankheiten waren diese Menschen bislang benachteiligt. Denn wer einen herkömmlichen Schrittmacher trägt, darf normalerweise nicht per Magnetresonanztomografie (MRT) untersucht werden. Das Verfahren funktioniert unter Einsatz elektromagnetischer Felder. Die könnten jedoch, so erklärt die Herzspezialistin, "zu erheblichen Störungen der implantierten Schrittmacher führen und somit für den Patienten gefährtlich werden". Funktionsbeeinträchtigungen bis hin zum kompletten Ausfall seien möglich. Ursache sei vor allem die starke Überhitzung der Elektroden, die Herzschrittmacher und Herzmuskel verbinden. In der Vergangenheit sei für Betroffene das MRT-Verfahren nur in Ausnahmefällen und unter hohem Risiko möglich gewesen. "Bisher waren diese Leute nicht optimal diagnostiziert", so die Kardiologin. Doch mittlerweile kann das Spital Herzschrittmacher einpflanzen, die MRT-kompatibel sind. Sun Ju Kim über die Apparate, die weltweit neuartig seien: "Bei dem neuen Schrittmachersystem sind die einzelnen Komponenten so optimiert, dass die Magnetwirkung keine Schäden hervorrufen kann." Zudem lasse das Gerät sich für die MRT auf einen speziellen Modus umprogrammieren. Die neuen Apparate sind teurer als konventionelle Schrittmacher. Unter dem Aspekt der Kostenverantwortung wird daher in jedem Einzelfall geprüft, welches System implaniert wird. Dabei würden Faktoren wie Alter und Krankengeschichte des Patienten zu Rate gezogen, so die Chefärztin.

Dass die Taktgeber für das menschliche Pumporgan eine immer stärkere Rolle spielen, hängt mit der demografischen Entwicklung zusammen. Chefärztin Kim: "Die Zahl der Herzschrittmacher hat massiv zugenommen, weil die Bevölkerung immer älter wird."

 

Presseartikel, Alb-Bote, 20.10.2011

So wird im Spital täglich operiert


Die Chefärzte und Chirurgen Johannes Zeller und Georg Picha sprechen über Mitleiden, Spaß am Beruf und falsche Vorstellungen von Blitz-Heilungen. Hier lesen Sie mehr...

 

Presseartikel, Badische Zeitung, 05.05.2011

Spital baut Leistung aus


Waldshut -Das Spital Waldshut baut seine Leistungen bei der Inneren Medizin weiter aus. Seit Mai ist der Bereich in zwei spezialisierte Abteilungen gegliedert, die jeweils von der Chefärztin Sun Ju Kim und dem neu ans Spital gekommenen Chefarzt Hasan Kulaksiz geleitet werden. Universitäres Fachwissen verbunden mit neuer Medizintechnik soll den Behandlungsstandard heben. Mehr Patienten soll der Weg zu weiter entfernten Kliniken erspart bleiben.

Mit der Pensionierung des früheren Chefarztes Harro Jenss zum 31. März ist am Krankenhaus Waldshut die Abteilung für Innere Medizin neu organisiert worden. Anlass dafür, so heißt es seitens des Spitals: "Einerseits die immer weiter voranschreitende Spezialisierung der Medizin sowie andererseits eine in den vergangenen Jahren immer stärker gestiegene Patientenzahl".

Seit diesem Monat ist die Innere Medizin des Spitals nun aufgeteilt in zwei Abteilungen, die als "Medizinische Klinik 1" und als "Medizinische Klinik 2" bezeichnet werden. Chefärztin der "Klinik 1" ist die Internistin und Herzmedizinerin Sun Ju Kim, die im Juli 2004 nach Waldshut kam. Im vergangenen Jahr wurde die 48-Jährige bereits zur Leitenden Ärztin der Kardiologie ernannt. In ihren Bereich fallen Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen der Gefäße der Lunge sowie solche, die einen Schlaganfall erlitten haben.

Chefarzt der "Klinik 2" ist der Internist und Magen-Darm-Facharzt Hasan Kulaksiz. Der 41-Jährige Mediziner, der zuletzt an der Universitätsklinik Ulm tätig war, ist neu ans Spital gekommen. Kulaksiz wird schwerpunktmäßig zuständig sein für Erkrankungen der Verdauungsorgane und ist zudem Spezialist für Lebererkrankungen. Ebenfalls soll er am Spital in Waldshut die Behandlung von Krebserkrankungen fortführen und vertiefen. Der neue Chefarzt verfüge, so teilt das Spital mit, über ein "breites universitäres Fachwissen im Bereich der endoskopischen Untersuchungen, der Diabetologie und der Endokrinologie". Letztgenannter Begriff steht für den Bereich der Hormonerkrankungen, für den es nun im Landkreis Waldshut erstmals einen Facharzt gibt.

Mit der Umstrukturierung verbunden sind Investitionen in neue medizinische Apparate. Dabei geht es vor allem um die Ausweitung im Bereich der minimal-invasiven Eingriffe. Die sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie kommt mit kleinen Einschnitten in die Haut aus. Verstärkt soll sie nicht nur bei der Diagnostik, sonder auch zur Entfernung von Tumoren etwa am Darm verwendet werden. Und modernste Ultraschallgeräte sollen zum Einsatz kommen, um bei inneren Organen präzise die Ausdehnung eines Krebsgeschwürs zu erfassen. Für die Herz-Diagnostik wird ebenfalls ein Sonografiegerät beschafft, das exakte mehrdimensionale Bilder liefert. "Wir investieren stark in die Medizintechnik", sagt Spital-Geschäftsführer Uwe Lorenz. Die Anschaffungen, die teils mit längeren Lieferfristen verbunden sind, sollen im Lauf des Jahres abgeschlossen werden. Die Investitionen liegen laut Lorenz im Bereich von etwa einer Million Euro.

 

 

Presseartikel, Alb-Bote, 12.04.2011

Harro Jenss verlässt Spital


Waldshut -Der langjährige Chefarzt und Leiter der Abteilung für Innere Medizin am Krankenhaus Waldshut, Dr. Harro Jenss, ist im April in den Ruhestand getreten. Der 62-Jährige kam im Januar 1994 aus dem Universitätsklinikum Tübingen an den Hochrhein. Über 17 Jahre lang trug er Verantwortung für die größte Abteilung am Spital, war langjähriger Ärztlicher Direktor und führte moderne Verfahren in der Endoskopie ein. Als Experte für entzündliche Darmerkrankungen war Harro Jenss weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt.

"Seine dem Patienten zugwandte Art sowie sein hohes Engagement haben ihn ausgezeichnet", so der Sprecher der Spital Waldshut GmbH. Als besondere Leistung seien die Gründung der Notaufnahmestation und die kontinuierliche Verbesserung der Abläufe in diesem Bereich zu nennen. Durch die Inbetriebnahme dieser Notaufnahmestation habe sich die Versorgung der Patienten gleich zu Beginn der stationären Aufnahme deutlich verbessert. Heute seien Ärztinnen und Ärzte im Dreischicht-Betrieb rund um die Uhr an jedem Tag im Jahr anwesend und übernähmen die Erstdiagnostik an den Patienten.

Am letzten Arbeitstag von Jenss fand im Kommunikationszentrum der Sparkasse Hochrhein eine Verabschiedungsfeier statt. Der Neupensionär lud über 200 Gäste ein, darunter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spitals, niedergelassene Ärzte sowie Patienten und ehemalige Weggefährten. Oberbürgermeister Martin Albers dankte Harro Jenss für sein Engagement und verlieh ihm die silberne Medaille der Stadt Waldshut-Tiengen.

Zum 1. Mai wird die Abteilung für Innere Medizin aufgrund der zunehmenden Spezialisierung in der Medizin und der hohen Patientenzahlen in zwei Fachbereiche aufgeteilt. Die leitende Oberärztin Dr. Sun Ju Kim übernimmt als Kardiologin die Medizinische Klinik 1 mit dem Schwerpunkt der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Professor Dr. Hasan Kulaksiz wird die Leitung der Medizinischen Klinik 2 mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie, Endokrinologie und Onkologie übernehmen. Der aus dem Universitätsklinikum Ulm kommende Professor Kulaksiz ist Facharzt für Innere Medizin und verfügt über die Schwerpunkt- und Zusatzbezeichnungen Gastroenterologie, Endokrinologie, Hepathologie, medikamentöse Tumortherapie, internistische Intensivmedizin und Palliativ Care.