Pressestimmen im Jahr [2006] [2007] [2008] [2009] [2010] [2011]
Presseartikel, Badische Zeitung, 30. Dezember 2006
Neuer Bettentrakt ist nun in Betrieb
Gestern wurde der Anbau des Waldshuter Krankenhauses bezogen / Kosten: 6,4 Millionen Euro / 24 Zimmer für 45 Patienten
Waldshut-Tiengen (hjh). 24 Krankenzimmer auf modernstem Standard für 45 Patienten bietet der neue Bettentrakt im Waldshuter Krankenhaus, der gestern bezogen wurde. Der 6,4 Millionen Euro teure Anbau wird im Februar in Anwesenheit von Landessozialministerin Monika Stolz seiner Bestimmung übergeben. Die Handwerker haben aber noch im Haus zu tun, denn der Altbau wird Station für Station modernisiert.
Der Blick aus einem der 24 nun in Betrieb genommenen Zimmer des neuen Bettentraktes für 45 Patienten im Waldshuter Krankenhaus schweift durch großzügige Fensterfronten über den Rhein auf die Fuller Ebene. Im Inneren wird modernster Standard geboten: von der Beleuchtung über den Internet-Anschluss unnd die Telekommunikation an jedem Bett bis zur behindertengerechten Nasszelle für jedes Zimmer. 21 Räume mit zwei Betten und drei Ein-Bett-Zimmer sind auf drei Etagen verteilt, alle zur Rheinseite hin.
Die neuen Krankenzimmer beeuten jedoch nicht mehr Betten - im Gegenteil: Um die 4,6 Millionen Euro Landesgelder vom Stuttgarter Sozialministerium zu bekommen, musste der Krankenhausträger die Zahl der Betten schon dieses Jahr reduzieren, von 281 auf 270. Als positive Folge prognostiziert Geschäftsfürer Uwe Lorenz "mehr Platz für den einzelnen Patienten."
Im neuen Westbau II - Westrakt I ist die vor drei Jahrzehnten gebaute Erweiterung zwischen dem heutigen Eingang und dem Neubau - liegen von sofort an Patienten verschiedener Fachbereiche, der Inneren und der Chirurgischen Abteilung, der Frauenheilkunde und der Belegärzte. Der Standard beim Komfort in den anderen Gebäudeteilen zieht nach. Denn Station für Station des Altbaus wird von den Handwerkern übergangslos renoviert.
Kostensparend wirkt sich das Minus bei den Betten laut Lorenz nur für das Land aus, das weniger Fördermittel locker macht. Das Krankenhaus werde 2006 etwa genau so viele stationäre Patienten abrechnen wie in den Vorjahren, rund 10 900. Auch Veränderungen beim Personal gingen nicht auf die neuen Räume, sondern auf die neuen Tarifverträge zurück. Vor allem die Zahl der Ärzte nahm laut Oberbürgermeister Martin Albers in den vergangenen Jahren spürbar zu. 56 Stellen sind es derzeit, zwei kommen im neuen Jahr hinzu.
Das Erdgeschoss des neuen Westbaus, den das Architekten-Ehepaar Duffner plante, birgt unter anderem eine Konferenzzone. Dort finden künftig auch die "Sonntagsgespräche" des Spitals und die Personalfortbildung einen großzgigen Rahmen für maximal 155 Menschen. Ebenfalls im Erdgeschoss findet sich das Archiv. 30 Jahre lang muss das Spital Krankenblätter und Röntgenbilder der Kranken aufbewahren.
Übrigens: Ohne den Spitalfonds, eine Waldshuter Bürgerstiftung in Händen der Stadt, der 1,8 Millionen Euro zur Finanzierung des insgesamt 6,4 Millionen Euro teuren Neubaus beisteuert, wäre dieser allenfalls Jahre später möglich gewesen.
Presseartikel, Südkurier, 01.08.2006
Richtig bremsen
18 Motorradfahrer bei Sicherheitstraining in Tiengen
(kor)
18 Motorradfahrer nutzen am Samstag das Angebot eines Sicherheitstrainings auf dem Tiengener Festplatz. Gesponsert wurde die Aktion vom Waldshuter Krankenhaus und der Deutschen Verkehrswacht.
Der Festplatz bekam an diesem Tag ein neues Make-up. Galt es doch, Motorradfahren bewusster zu erleben, sich mit den täglichen Gegebenheiten und Gefahren vertraut zu machen und mit entsprechenden Bremsmanövern zu reagieren. Auf die Reifen wurde dabei keine Rücksicht genommen. Für die beiden Ausbilder Rainer Hanser (39) und Markus Notheis (39) war eine realistische Selbsteinschätzung der Fahrer und das Einüben von Reaktionsabläufen wichtig. Das Training soll das Gefühl für den weichen Einsatz beider Bremsen schulen. Hinten blockieren und vorne dosieren, eine Weisheit, die für mehr Sicherheit sorgt. Der anschließende Besuch im Waldshuter Krankenhaus diente weniger der Abschreckung, als mehr der Aufklärung. Was tun, wenn wirklich etwas passiert? Chefarzt Georg Picha, seit 24 Jahren selbst begeisterter Motorradfahrer, organisiert diese Aktion. Der Verkehrssicherheit diente ebenso ein Vortrag der Waldshuter Polizei.
Presseartikel, Alb-Bote, 03.07.2006
Vier Schnupperwochen im Spital
Tschechische Krankenpflegeschülerinnen absolvieren Praktikum am Krankenhaus - Zusammenarbeit mit Liebig-Schule
(sel)
Vier Wochen Praktikum im Spital Waldshut absolvierten jüngst sechs Krankenpflegeschülerinnen aus Tschechien. Es war nicht das erste Mal, dass die Waldshuter Justus-von-Liebig-Schule jungen Frauen aus ihrer Partnerschule Strední Zdravotnickà Skola in Novy´ Jicín diese Möglichkeit in enger Zusammenarbeit mit dem Spital bot.
Nicht nur Lenka Chromcová, Aléna Kolibová, Markéta Kostková, Aneta Krepinská, Vendula Micková und Lucie Pacherová äußerten sich beim Pressetermin im Spital begeistert von ihrem zu Ende gehenden Aufenthalt - auch Pflegedirektorin Petra Naylor, die gemeinsam mit Stellvertreter Franz Keller erstmals die Praktikantinnen begleitete sowie die Stationsleiterinnen Johanna Jehle (Unfallchirurgie), Kathi Nohe (Entbindung) und Ingrid Weißbach (Belegabteilung) sind von der Mitarbeit der sechs sehr angetan. Naylor: "Alle haben sich aktiv ins Team integriert, am Stationsalltag teilgenommen und ihre knapp 40 Stunden pro Woche im Schichtdienst geleistet. Sie können sehr gut Deutsch, der Patientenkontakt gestaltete sich problemlos: Wir hatten sechs höfliche, freundliche Mitarbeiterinnen. Es hat uns richtig Spaß gemacht".
Regina Behr, stellvertretende Schulleiterin der Justus-von-Liebig-Schule, betonte, dass die Schule auch ein Kulturprogramm für die Freizeit angeboten habe. Sie dankte dem Spital, das beim Gespräch durch den stellvertretenden Geschäftsführer Paul Scherer vertreten war, für die Unterstützung. Die jungen Frauen, alle 18 Jahre jung, im dritten von vier Ausbildungsjahren, arbeiten an ihrer Schule zusätzlich aufs Abitur hin. Ihnen hat besonders gefallen, wie freundlich sie nach der etwas ängstlichen Anreise aufgenommen wurden und dass sie reichlich Neues für ihren Beruf lernen und mit modernen medizinischen Hilfsmitteln, Materialien und Techniken in Berührung kommen konnten. Etwas Heimweh hatten sie vor allem wegen des Essens: "Frühstück und Abendessen in Deutschland waren sehr gut, das Mittagessen interessant..."
Presseartikel, Südkurier, 28.06.2006
Thema Gesundheit
Frau und Herzinfarkt
(von Heinz J. Huber)
"Frauen und Herzkrankheiten" lautet das Thema beim "Sonntagsgespräch" am 2. Juli, 11.15 Uhr im Waldshuter Spital. Die Oberärztin und Kardiologin Sun Ju Kim vermittelt den Besuchern neueste Erkenntnisse über spezielle Risiken der Frauen und steht für Fragen zur Verfügung. Die Erkenntnisse widersprechen der landläufigen Meinung, Herzinfarkte seien "Männersache". So haben zuckerkranke Frauen ein deutlich höheres Risiko als männliche Diabetiker. Rapide steigt das Infarktrisiko bei der Kombination von Rauchen und Anti-Baby-Pille, ebenso sind Frauen in der Menopause stärker gefährdet. Die Reaktion auf Stress ist bei den Geschlechtern verschieden. Bei Männern entstehen Herzrhythmusstörungen in den Kammern, bei Frauen in den Vorhöfen des Herzens. Spezifisch für das weibliche Geschlecht ist die durch Streß bedingte Herzmuskelerkrankung, die oft nicht erkannt wird. Die Referentin gibt auch Tipps zur Vorbeugung: Nicht rauchen, Körpergewicht normalisieren, Mittelmeerkost bevorzugen und sportlich aktiv sein. 90 Prozent der Herzinfarkt-Patientinnen sind Raucherinnen.
Presseartikel, Südkurier, 05.05.2006
Essen aus Spital-Küche muss schmecken und gesund sein
Schnitzel weg wie warme Semmeln
(von Heinz J. Huber)
Zaubern können die Köche im Waldshuter Spital nicht, aber praktisch wäre es schon: Den Patienten soll das Essen schmecken, gesund im Sinne der Mediziner sein und auch noch preiswert im Interesse der Kostenträger. Küchenmeister Udo Furmannek und Diätkoch Horst Rausch kennen den Spagat seit über 30 Jahren. Jahrzehnte, in denen sich viel änderte in der Großküche.
Als Furmannek, heute für Küche, Personal-Cafeteria und Kiosk mit Bistro im Haus zuständig, in den siebziger Jahren vom Höchenschwander Kurhaus in die Spitalküche wechselte, bezog man Frischwaren noch vom stiftungseigenen Hasenhof. Heute schließt die Verwaltung jeweils einen Jahresvertrag mit Großlieferanten über Tonnen von Lebensmitteln und sechsstellige Beträge.
20 Frauen und Männer sorgen sich im Heilig-Geist-Spital ums leibliche Wohl von Patienten, Personal und Besuchern, darunter fünf Köche. Allein für die Kranken gehen im Jahr über 220 000 Mal Frühstück, Mittag- und Abendessen auf die Stationen, in mannshohen Rollwagen. Rund 260 Mittagessen werden täglich bereitgestellt. Nur etwa 100 davon sind á la carte, entsprechen einem von vier Menüs, die - einschließlich vegetarischer und leichter Vollkost - täglich zur Auswahl stehen. Das meiste wird individuell zusammengestellt, von Stationsschwestern oder einer Diätassistentin angefordert.
Die "ernährungsphysiologische Gestaltung der Küche" ist das Revier von Diätkoch Horst Rausch, der ein Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erwarb und auf die Ausgewogenheit von Nährstoffen, Eiweiß, Fett und Kohlehydraten achtet, strenge Diäten für Frischoperierte garantiert, passierte Rohkost überwacht, das Wohl von Zuckerkranken, Übergewichtigen und Stoffwechselkranken im Auge hat. All das freilich unter den Bedingungen festgeschriebener Budgets. Da muss sich die Diätküche zwangsläufig an den allgemeinen Speiseplan anlehnen.
Im Krankenhaus ist der Umgang mit Essbarem noch heikler als in der Gastronomie. Von jeder Zutat wandert eine Rückstellprobe in den Kühlschrank, zu Kontrollzwecken. Eine geht bei Beanstandungen an die Kontrollbehörde, eine an ein unabhängiges Institut.
Langeweile ist zu vermeiden: Nur alle vier Wochen wiederholt sich der Speiseplan, ein Zyklus, der die meisten Patienten bei einer durchschnittlichen Verweildauer von unter vier Tagen nicht berührt. Dazu kommen die Extras, dem Sparzwang im Gesundheitswesen zum Trotz: Spargelwoche im Mai, Italienische Woche im Juli, Schlachtfest, Wildwoche...
Nicht nur Diätpatienten sollen sich gesund ernähren, auch bei den "normalen" Menüs bemüht sich Furmannek immer mehr um fett- und cholesterinarme Zubereitung: wenig braten, viel dünsten.
In Grenzen hält sich das Gesundheitsbewusstsein freilich auf Seiten der Kundschaft. Zwar steht täglich ein vegetarisches Menü zur Wahl. Doch am Mittwoch zum Beispiel wurde es nur siebenmal verlangt. Der Renner sei halt allemal das Schnitzel, weiß der Küchenchef, nicht nur in den Krankenzimmern. "Das gilt sogar für unsere Ärzte", schmunzelt Furmannek. Und das Essen mit Pommes liegt immer vorn. Wenn fleischlos, dann sind Pasta-Gerichte am meisten gefragt.
Geändert hat sich trotzdem viel mit den Jahrzehnten. Heute gehen, entsprechend dem Stand der Ernährungswissenschaft, pro Portion nurmehr 100 Gramm Fleisch ans Krankenbett. Und in den warmen Monaten laufen auch Salatteller - gern mit Hähnchenteilen, Käse oder Pilzen angereichert - in großer Zahl über das Transportband, auf dem täglich Teller für Teller aufgerufen und individuell bestückt wird. Wie der Patient wünscht oder der Doktor es befiehlt.
Presseartikel, Südkurier, 29.03.2006
Eine Frage des Stillens
Jeden zweiten Donnerstag im Monat findet der Stilltreff statt - Initiatorin Marianne Mück
(von Hr. Lünstroht)
Waldshut-Tiengen - "Als ich meine Kinder bekommen habe, wäre ich froh gewesen, so einen Treff gehabt zu haben", sagt Marianne Mück, Kinderkrankenschwester aus Tiengen und seit ein paar Monaten ausgebildete Stillberaterin am Krankenhaus Waldshut. "Als junge Mutter ist man manchmal schon ziemlich alleine", berichtet Mück aus ihren Erfahrungen. Vielleicht auch deshalb hat sie im Februar 2005 mit ihrer Kollegin Sabine Bergmann den ersten Stilltreff in Waldshut-Tiengen ins Leben gerufen.
Hier werden alle Fragen rund ums Kind im ersten Lebensjahr beantwortet, sagt Mück. Auch wenn es Stilltreff heiße, gehe es längst nicht nur darum. Ebenso kämen Fragen wie: Wann darf ich die Fingernägel schneiden? Was mache ich, wenn das Kind nicht schlafen will? Oder: Ab wann kann ich mein Baby mit dem Löffel ernähren?
Marianne Mück arbeitet seit 26 Jahren auf der Entbindungsstation, seit 30 Jahren ist sie Kinderkrankenschwester und kennt sich in ihrem Metier bestens aus. "Oft geht es auch um einfache praktische Hinweise, die den Müttern das Leben erleichtern", sagt Mück. Jeden zweiten Donnerstag im Monat läuft der Stilltreff ab 10.30 bis 12.30 Uhr im Waldshuter Krankenhaus. Der Austausch unter den Müttern sei auch wichtig. "Die Frauen wissen: Einmal im Monat kann ich all meine Fragen loswerden, ohne gleich zum Kinderarzt zu müssen", das beruhige viele Mütter ungemein, so Mück. Ihr ist auch wichtig zu betonen, dass auch flaschenfütternde Mütter willkommen seien. Dies gelte ebenso für Frauen, die in anderen Kliniken entbunden hätten.
Um sich Stillberaterin nennen zu dürfen, musste Marianne Mück eine umfangreiche Ausbildung absolvieren: 190 Stunden Theorie über das Stillen und allerlei praktische Übungen und Hospitanzen, unter anderem in der Stuttgarter Kinderklinik, hat sie im Ausbildungszentrum für Laktation und Stillen in München durchlaufen. Zum Abschluss musste Mück eine Facharbeit schreiben. Ihr Thema war der Aufbau einer Stillgruppe an einer Klinik. Somit genau das, was sie gleichzeitig in Waldshut praktisch umgesetzt hat. "Das war schon anstrengend, neben dem normalen Berufsalltag", erzählt Mück. Aber sie ist froh, dass sie es gemacht hat und jetzt jungen Müttern mit Rat zur Seite stehen kann.
Presseartikel, WOM, 22.03.2006
Patient fühlt sich sicher dank Botschaften aus dem Herzen
Herzspezialistin Dr. Sun Ju Kim nutzt neue Technologie im Spital Waldshut
Waldshut-Tiengen (köpf/je). Eine große Beruhigung von Patienten beispielsweise mit Herzschrittmacher kann ein neuartiges System sein, das auch im Spital Waldshut seit kurzem zum Einsatz kommt. Dort verwendet Herzspezialistin Dr. Sun Ju Kim bereits heute Herzschrittmacher-Implantate, die mit der so genannten "Home Monotoring" - Technologie automatisch Daten an eine Servicestelle funken, die diese im Bedarfsfall direkt an den behandelnden Arzt weiterleitet. Dann wird hier vor Ort entschieden, ob beispielsweise im Extremfall ein Notarzteinsatz ansteht.
Oftmals hört man das Wort Telemedizin oder Telekardiologie und fragt sich, was damit eigentlich genau gemeint ist. Die Anwendungen sind vielfältig und gehen von der kompletten Vernetzung von Krankenhäusern zum Austausch von Befunden und Röntgenbildern über mehre Standorte und Sektoren hin zur elektronischen Patientenakte. Das Potenzial für eine verbesserte Patientenversorgung und die Verringerung von Doppeluntersuchungen stehen hierbei oftmals im Mittelpunkt.
Mit der Nutzung der Mobilfunktechnologie ergeben sich vor allem neue Dimensionen in der Vorsorge und Früherkennung von Erkrankungen. Speziell bei der Betreuung von Patienten mit Herzschrittmacher-Implantaten oder implantierten Herz-Defibrillatoren (ICD) tun sich völlig neue Wege für eine effektive "Nachsorge" auf.
Im Spital Waldshut verwendet Herzspezialistin Dr. Sun Ju Kim bereits heute diese Herzschrittmacher-Implantate.
Mittels einer im Implantat eingebauten Antenne und moderner Mobilfunktechnik kann der behandelnde Arzt die Herzdaten des Patienten kotrollieren und gegebenenfalls Maßnahmen einleiten. Die im Schrittmacher oder Defibrillator eingebaute kleine Antenne sendet Daten über den Herzzustand des Patienten sowie technische Parameter des Implantats an ein Empfängergerät, den "Cardio Messenger" der zum Beispiel am Gürtel getragen werden kann oder auf dem Nachttisch steht. Der Cardio Messenger übermittelt die Daten automatisch an ein bundesweit zentrales Service-Center, wo sie aufbereitet und in Form einer kardiologischen Auswertung an den Arzt weitergeleitet werden.
Das Besondere: Bei Auffälligkeiten informieren E-Mails, Faxe oder SMS-Nachrichten den Herzspezialisten vor Ort zusätzlich. Der Arzt kann nun über einen geschützten Internetzugang auf die Patientendaten zugreifen, diese auswerten und - falls erforderlich - entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Die Vorteile für Patient, Arzt und Krankenkasse liegen auf der Hand: Vermeidung von zu häufigen und unnötigen Krankenhausaufenthalten durch frühe Erkennung von möglichen Verschlechterungen des Krankheitsverlaufs speziell bei der Behandlung von Patienten mit Herzschwäche, ferner und zeitnahe Verbesserung der Therapie, die Zeit- und Kostenersparnis durch Vermeidung nicht-notwendiger Routineuntersuchungen und vor allem: das erhöhte Sicherheitsgefühl für den Patienten und damit eine Steigerung dessen Lebensqualität.
So wird das Krankenhaus über positive Entwicklungen ebenso informiert wie über eventuell eintretende bedrohliche Veränderungen und kann wichtige Maßnahmen frühzeitig einleiten. Für die Patienten des Spitals Waldshut ist dies ein beruhigendes Gefühl und heute schon Realität.
Presseartikel, Alb-Bote, 27.01.2006
Beim Richtfest gestern ein Extralob für die Handwerker
Spital-Westbau liegt im Zeitplan
Die Erweiterung des Waldshuter Spitals ist seit gestern unter Dach. Nach dem Richtfest mit geladenen Gästen geht der Westbau mit 45 Betten bis September seiner Vollendung entgegen - fristgerecht, versprach Architekt Michael Duffner. Auch danach wird nahtlos weitergebaut, werden die Krankenzimmer im Hauptbau modernisiert.
(von Heinz J. Huber)
Waldshut-Tiengen - Dreimal stieß Polier Manfred Fehrenbacher von Stollbau nach alter Sitte auf Bauherrn, Architekten und Handwerker an. Dann gings zum Richtschmaus ins bereits verglaste erste Obergeschoss. Der Neubau sei "dringend notwendig" für die Zukunft des Hauses, betonte Oberbürgermeister Albers und dankte dem Landtagsabgeordneten Peter Straub für die Millionen aus Stuttgart, Peter Weishaupt für die Mitfinanzierung durch die Stiftung. "Waldshut-Tiengen muss der Standort am Hochrhein sein er ist es und muss es bleiben", betonte der Oberbürgermeister.
Die West-Erweiterung sei ein wichtiger Schritt zur Standortsicherung des Krankenhauses, meinte Architekt Michael Duffner, der die Handwerker für ihren Einsatz in ungemütlicher Jahreszeit ausdrücklich lobte. Bereits wird die Haustechnik installiert.
Ein Blick auf die Handwerkerliste zeige, dass ausschließlich Beriebe aus Stadt und Umland beschäftigt seien, "keine Montagetrupps aus dem Ausland". So werde das heimische Handwerk gefördert, freute sich der Planer.
Der Erweiterungsbau wurde Anfang 2001 von der Stiftung beantragt und im Oktober 2004 in Stuttgart genehmigt. Am 8. April 2005 setzten OB, Stadträte und Planer den ersten Spatenstich. Das Richtung Rhein mit großen Glasfronten sehr offene Gebäude birgt im Untergeschoss, das Zentralarchiv des Spitals, im Erdgeschoss eine große Konferenzzone und Büros, im ersten bis dritten Obergeschoss Zimmer für 45 Patienten: 21 Zwei-Bett- und drei Ein-Bett-Zimmer. Die Kapazität des Krankenhauses soll mit dem Neubau nicht erweitert werden, es bleibt bei 270 Planbetten. Der zusätzliche Trakt schafft in den bestehenden Gebäuden aber Luft für mehr Komfort. Nach der Fertigstellung des neuen Westbaus im Herbst soll im Hauptbau zügig weiter gebaut werden, kündigte Oberbürgermeister Albers an. Zimmer werden mit weniger Patienen belegt und jeweils mit einer Nasszelle ausgestattet.
