Pressestimmen im Jahr [2006] [2007] [2008] [2009]
Presseartikel, Alb-Bote, 15.11.2008
Demo für gute Krankenhaus-Versorgung
Schaufensterpuppen standen gestern in der Kaiserstraße symbolisch für jene Ärzte und Pflegekräfte, die demnächst im Waldshuter Spital fehlen könnten, wenn die Krankenhäuser finanziell nicht besser ausgestattet werden. Für mehr Geld demonstrierten vor dem Metzgertor Personal und Mitglieder der Gewerkschaft "Verdi". Bei der fünften Unterschriftensammlung dieser Art am Hochrhein für eine bessere Krankenhausfinanzierung stießen die Spital-Beschäftigten auf große Zustimmung.
Presseartikel, Südkurier, 11.11.2008
Kranke Herzen schlagen Alarm
Großzügige Geräte-Spende erspart Risikopatienten die Intensivstation
(Heinz J. Huber)
Waldshut-Tiengen - Die Gönnerin, dankbare Angehörige eines Spital-Patienten, will anonym bleiben. Doch für Sun Ju Kim, die Leitende Oberärztin und Herzspezialistin der Inneren Abteilung, geht nach zwei Jahren Projektvorbereitung ein großer Wunsch in Erfüllung. Dank der Telemetrie "können wir die Risikopatienten noch sicherer überwachen und bei Störungen frühzeitig reagieren", schildert die Kardiologin die Vorzüge.
Zu ernsten Situationen wie Kammerflimmern muss es also gar nicht erst kommen. Das System gibt vorher Alarm, meldet auch kleine Unregelmäßigkeiten. Dann kann der Arzt gezielt handeln, der Kurvenschreiber zeigt ihm das EKG, den Blutdruck und den Sauerstoffgehalt des Blutes.
Nebst dem angenehmeren Aufenthalt für den Kranken, der sich auf der ganzen Station bewegen, Besuch empfangen oder einen Becher Wasser holen kann, hat die Fernüberwachung auch medizinische Vorteile. Das Herz des "mobilen" Patienten schlägt normaler als im Krankenbett. Die Telemetrie hilft auch weiter, wenn sich Beschwerden genau bei der ärztlichen Untersuchung nicht zeigen. Die Herzdaten per Telemetrie werden kontinuierlich gespeichert.
Im Juni wurden die ersten Herzkranken "verkabelt". Bis Ende November wird das Krankenhaus über vier Überwachungssysteme und zwei Monitore verfügen. "Damit decken wir den Bedarf unserer Inneren Abteilung mit 110 Betten", stellt die Oberärztin fest. Der Wert der Neuerung liegt über 100 000 Euro. Ohne Spende bei der momentanen Kassenlage der Spitäler kaum denkbar. "Es ist eine wichtige Investition, aber auf der Prioritätenliste stehen andere Dinge weiter vorne", erklärt Jakob Englisch, Assistent der Geschäftsführung. Das Engagement der Sponsorin sei deshalb umso verdienstvoller.
Die Herzüberwachung für stationäre Patienten sei nur eine von vielen Schritten zur einer besseren Patientenversorgung, betont die Projektleiterin, auch in Zusammenarbeit mit der Freiburger Uni-Klinik. Die Ärztin betrachtet es als Aufgabe, auch im kleineren Krankenhaus gute Qualität und medizinischen Fortschritt zu bieten und "nicht alles nach Freiburg zu schicken".
Seit drei Jahren funktioniert für ambulante Herzpatienten das "Home Monotoring". (Wir berichteten damals.) Menschem mit Herzschrittmacher oder Defibrillator (eingebautes Gerät zur Wiederbelebung) sind wieder voll mobil, sogar in fernen Kontinenten. Ihre Herzdaten werden dank Telekardiologie dem behandelnden Arzt übermittelt.
Momentan hängen in Waldshut 19 Patienten an diesem System der Fernüberwachung. Die dreijährige Erfahrung zeige, dass sich bei besserer Lebensqualität für die Patienten auch Kosten senken ließen. Die Patienten müssen weniger ins Spital. Die Kostenseite wird umso wichtiger, weil Herz- und Kreislaufkrankheiten in einer älter werdenden Gesellschaft immer zahlreicher werden.
Presseartikel, Alb-Bote, 17.10.2008
Neue schmerzarme Operationsmethode bei Hämorrhoiden
Gute Nachricht für Patienten
Ein schmerzhaftes Leiden - für viele Patienten auch ein peinliches - verliert seinen Schrecken: Hämorrhoiden und Co. werden im Waldshuter Krankenhaus jetzt sanft und schmerzhaft operiert. Ein neues Gerät im anerkannten Kompetenzzentrum für Enddarmerkrankungen macht es möglich. Für die Betroffenen bedeutet die moderne Medizintechnik nur noch einen kurzen Spitalaufenthalt.
Waldshut-Tiengen- HAL (Hämorrhoidal-Arterien-Ligatur) heißt die Methode, mit der die Chirurgen das beschwerliche Volksleiden nun schonend angehen. Anzeichen für die Krankheit sind übrigens Blutungen, Juckreiz, Brennen und Nässen im Analbereich.
Ein Detektor lokalisiert jetzt mit Ultraschall die blutführenden Arterien der Hämorrhoiden. "Früher wurde viel geschnitten, für den Patienten war das oft sehr schmerzhaft", erinnert sich Chefarzt Johannes Zeller. Jetzt wird die Blutzufuhr zu den lästigen Gefäßen unterbunden, praktisch schmerzfrei für den Patienten. Meist reicht eine Sitzung von 20 bis 30 Minuten Dauer. In der Folge schrumpfen die Hämorrhoiden.
Die Wirkung stellt sich sofort ein, der Klinikaufenthalt kann sich auf einen Tag beschränken. Der Operierte ist nach wenigen Tagen wieder arbeitsfähig. Die sanfte OP-Methode aus Japan verspricht eine Erfolgsquote von 95 Prozent. Etwa die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland hat irgendwann mit der Plage am Schließmuskel zu tun.
Rund um den Enddarm
Die HAL-Medizintechnik ist die jüngste Errungenschaft im "Kompetenzzentrum für Koloproktologie", für Enddarmerkrankungen also, am Waldshuter Spital. Nur 65 sind in Deutschland zertifiziert, drei in ganz Südbaden. Mit Johannes Zeller und Oberarzt Siad Schwarzer verfügt das Waldshuter Zentrum über zwei Ärzte mit der Zusatzausbildung als Proktologen. Rund um den Enddarm gehören Krankheiten wie Abszesse, Ekzeme, Fisteln oder Hämorrhoiden zu ihrem Arbeitsfeld.
Aber auch Patienten mit Stuhl-Inkontinenz, chronischen Darmentzündungen oder Darmkrebs finden Hilfe. Am Dickdarm operieren die Waldshuter schon seit 2004 mit der sanften "Schlüsselloch-Methode". Die Vorteile gegenüber einer konventionellen OP: Weniger Blutverlust, weniger Gewebe-Verletzung und eine wesentlich schnellere Genesung des Patienten.
Den Anspruch des Kompetenzzentrums umzusetzen, braucht es die ständige Zusammenarbeit über Fachabteilungen hinweg, mit Internisten, Radiologen, Gynäkologen, Hautärzten, Urologen. Gegen 300 Eingriffe jährlich, schätzt Chirurgie-Chef Zeller, gelten in Waldshut Erkrankungen am Enddarm. Der Medziner hofft, dass mit der Aussicht auf schnelle und sanfte Hilfe für viele Geplagte, die Schwelle sinkt, sich mit den weit verbreiteten Leiden dem Arzt anzutrauen. Für nicht wenige Betroffenen sind die Probleme auf diesem Gebiet mit Scham behaftet.
Presseartikel, Alb- Bote, 13.10.2008
Für einen guten Start ins Leben
Waldshut- Neben der aktuellsten Technik, wie ein 4D-Ultraschallgerät, das am Tag der offenen Tür an einer Schwangeren vorgeführt wurde, konnten die Besucher sich die neu eingerichteten Patientenzimmer ansehen. Auch der neue Aufenthaltsraum, der einen großen Balkon hat, war Anziehungspunkt für viele Interessierten. Weiter konnten sich die Gäste einen Vortrag über die modernen Operationsverfahren anhören, aber auch selbst Hand anlegen und an einem Modell ihr Geschick mit dem Operationsbesteck testen. Einige Schwangere ließen sich von den Hebammen zeigen, wie die Neugeborenen gebadet, gewickelt und angezogen werden. Den Schwangeren wurden alternative Entbindungsmöglichkeiten gezeigt.
Aber auch für die Kinder unter den Besuchern wurde gesorgt: sie ließen sich bemalen und konnten Luftballons in den Himmel fliegen lassen, wobei sie sogar eine Kleinigkeit gewinnen können.
"Mit unserem Tag der offenen Tür wollen wir der Bevölkerung zeigen, was sich bei uns in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe alles verändert hat", sagt Uwe Lorenz, Geschäftsführer des Krankenhauses. Bei der Neugestaltung der Kreißsäle sei jeder Behandlungsraum individuell eingerichtet worden. Die neuen Patientenzimmer verfügen über einen Sanitärbereich sowie Safe und Kühlschrank. Besucherin Vanessa Fuchs aus Dogern, die im Dezember im Waldshuter Spital entbinden wird, ist restlos begeistert von den neuen Abteilungen: "Mir gefällt es hier sehr gut. Die Zimmer sind schön eingerichtet und auch die Kreißsäle sind ansprechend."
Presseartikel, Südkurier, 20.09.2008
Wohlfühlstation für Mutter und Kind
Waldshut- Nachdem bereits im September des vergangenen Jahres die Kreißsäle der Entbindungsstation und die Behandlungsräume der Gynäkologie im Waldshuter Spital in Betrieb genommen wurden, sind jetzt auch die Räume der Mutter- und Kindstation in der Abteilung für Geburtshilfe und die Patientenzimmer in der gynäkologischen Abteilung bezugsfertig. Die Gesamtkosten für die Sanierung werden mit rund 1,1 Millionen Euro beziffert. Nach viermonatiger Bauzeit erstrahlen die beiden Abteilungen in völlig neuem Licht. Uwe Lorenz, Geschäftsführer des Krankenhauses: "Bei den umfangreichen Sanierungsarbeiten haben wir größten Wert auf Ambiente und Komfort gelegt. Wichtig war es uns, weg vom einfachen Standard, den Müttern und Patientinnen, auch während ihres Aufenthaltes im Krankenhaus, einen wohnlichen Charakter unserer Räume zu vermitteln."
Die insgesamt 20 nach Süden ausgerichteten Zimmer beider Stationen sind mit Balkon ausgestattet und in warmen Rot-, Gelb- oder Grüntönen gehalten. Der Sanitärbereich der Zimmer entspricht modernen Anforderungen. Besonderes Ausstattungsmerkmal der Betten: Jeder Patient verfügt über ein eigenes Telefon, Radio und LCD-Fernsehen.
Auch die Entbindungsstation orientiert sich an modernen Standards der Unterbringung von Müttern mit ihren Kindern und sieht beide als Einheit. Die Zimmer sind mit Wickeltischen ausgerüstet, da das Neugeborene nach der Geburt bei der Mutter schläft, wenn nicht aus gesundheitlichen Gründen das Pflegeteam die Betreuung übernimmt. Den Müttern steht außerdem ein separates Stillzimmer zur Verfügung, in dem ungestörtes Stillen möglich ist. "Herzstück der Mutter- und Kindstation", so Uwe Lorenz, "ist der neue rund 170 Quadratmeter große Wintergarten mit Außenbereich, mit Blick auf den Rhein und die Schweiz". Der Raum solle zukünftig außerdem auch als Frühstücks-, Abend- und Aufenthaltsraum genutzt werden. Uwe Lorenz "Natürlich haben wir nicht nur in die Sanierung der Räume investiert. Wir haben im medizinischen Bereich alle Geräte durch zeitgemäße neue ersetzt. Damit sind wir technisch optimal ausgerüstet."
Presseartikel, Alb-Bote, 12.09.2008
17 neue Pflegekräfte
Erfolgreiches Examen an der Fachschule für Pflege am Krankenhaus Waldshut - Übernahme von sechs Absolventen
Waldshut- Für die Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege fand vor wenigen Tagen der letzte Teil ihres Examens statt. Zuvor hatten die Prüflinge bereits den schriftlichen und praktischen Teil der staatlichen Prüfung absolviert. Die 17 Prüflinge haben ihr Examen erfolgreich bestanden.
Unter dem stellvertretenden Vorsitz von Dr. Thomas Oelsch vom Regierungspräsidium Freiburg prüften Fachärztin Ines Zeller, Praxisanleiterin Sabrina Valentini sowie die Lehrer für Krankenpflege, Jürgen Kindler, Agnes Lünemann, Claudia Schmidt und Irene Faller.
Nach der großen Erleichterung und Freude der Auszubildenden über die geschaffte Prüfung lud Spital-Geschäftsführer Uwe Lorenz zum Apéro ein. Der Leiter der Fachschule für Pflege, Jürgen Kindler, um auf die vergangenen drei Ausbildungsjahre zurückzublicken. Er gratulierte seinen Schützlingen recht herzlich und überreichte zusammen mit Pflegedirektorin Petra Naylor jeder frisch examinierten Pflegekraft ein Blumenpräsent.
Sechs der Absolventen werden übrigens sofort in den Pflegedienst des Spitals übernommen, darunter Carmen Indlekofer mit dem besten Examen, einer glatten und übrigens sehr seltenen Eins in allen drei Prüfungsabschnitten.
Die Namen der Auszubildenden: Martin Amend, Maren Behrens, Jessica Benz, Rebecca Hofstetter, Ann Katrin Hosp, Anne Huber, Carmen Indlekofer, Vera Jurisch, Katja Kaiser, Miriam Kopitza, Noemi Lazarowitz, Claudia Liebegott, Andrejana Lovric, Daniela Meisch, Jenny Salomon, Karin Teufel und Mareike Thoenneßen.
Mit über 60 Ausbildungsplätzen ist das Spital der größte Ausbildungsträger für Pflegeberufe im Landkreis Waldshut. Am 1. Oktober 2008 werden 20 Frauen und zwei Männer ihre Ausbildung an der Fachschule für Pflege beginnen. Die ersten Bewerbungen für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2009 sind bereits eingegangen.
Presseartikel, Alb-Bote, 10.09.2008
"Deckel muss weg"
100 Spital-Beschäftigte demonstrieren in der Kaiserstraße
Waldshut-Tiengen (hjh) "Der Deckel muss weg", lautet die Forderung gestern Nachmittag in der Kaiserstraße. Rund 100 Beschäftigte des Waldshuter Spitals demonstrierten zwischen den Toren gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Bei schönstem Spätsommerwetter brachten die Demonstranten vor dem Rathaus ein Ständchen: "Gesundheit ist unser Leben", hallte es in Anlehnung an ein Fußballer-Lied durch die Innenstadt.
Aufgerufen zur Demo hatte Betriebsrats-Vorsitzender Johannes Armbruster, der zunächst eine Betriebsversammlung einberufen hatte. Dem Zug mit Protestplakaten zur Innenstadt folgten Beschäftigte aller Abteilungen, von der Haustechnik bis zu den Notärzten, von der Verwaltung bis zum Pflegedienst. Hinter die Forderungen der Gewerkschaft Verdi stellten sich Geschäftsführer Uwe Lorenz, der Ärztliche Direktor Johannes Zeller, Pflegedirektorin Petra Naylor und ihr Stellvertreter Franz Keller. Ihre Botschaft: Mehr Belastung für die Menschen im Krankenhaus geht nicht! Der Deckel für die Ausgaben der Spitalversorgung müsse weg.
Presseartikel, Alb-Bote, 02.07.2008
Erfahrener Frauenarzt fürs Spital
Wolfgang Pritze (47) ergänzt Chefarzt-Trio in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Waldshuter Krankenhauses
Waldshut-Tiengen (hjh) Das neue Chefarzt-Team in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist nun komplett. Nachdem Henrik Lutz (43) und Jörg Schweinfurth (39) die Abteilungsleitung schon im November 2007 übernommen haben, ergänzt nun Wolfgang Pritze das Führungstrio.
Der geborene Berliner wirkte bisher unter anderem am Universitätsklinikum der Freien Universität Berlin, leitend am Klinikum Dresden, am Martin-Luther-Krankenhaus in Berlin und zuletzt als Chefarzt am evangelischen Krankenhaus Lutherstadt in Wittenberg. Pritze erwarb Qualifikationen auf den Gebieten der operativen Gynäkologie, der speziellen Geburtshilfe und Perinatalmedizin und bekam eine Professur für Urogynäkologie an der Uni Baku in Aserbaidschan.
In der Frauenabteilung am Waldshuter Spital mit ihren 38 Planbetten zeichnet sich Jörg Schweinfurth für die Geburtshilfe verantwortlich, während Henrik Lutz und Wolfgang Pritze den Bereich Gynäkologie leiten. Derzeit arbeiten beide Mediziner an einem neuen Konzept für die Waldshuter Abteilung und führen moderne, gewebeschonende Operationsverfahren ein. Chefarzt Pritze ist laut Spitalleitung ein ausgewiesener Experte bei Operationen am weiblichen Beckenboden.
Die Frauenärzte streben eine Zertifizierung des Waldshuter Krankenhauses als anerkanntes Beckenbodenzentrum an. Damit hätten Frauen mit Senkungsbeschwerden und Inkontinenz vorort alle modernen Operations- und Therapieverfahren zur Verfügung.
Presseartikel, Alb-Bote, 26.5.2008
Die Maschine unter Kontrolle
Spital Waldhut und Deutsche Verkehrswacht organisieren Motorrad-Sicherheitstraining
Tiengen (ufr) Richtiges Bremsen, Kurven richtig anfahren, die optimale Linie finden, gekonnt ausweichen, die Maschine kennen und richtiges Einschätzen des eigenen Fahrvermögens sind Dinge, die für Motorradfahrer lebensnotwendig sein können.
Sieben Männer und fünf Frauen habem am Wochenende ihre Fahrerqualitäten ausgebaut und an einem Motorrad-Sicherheitstraining teilgenommen. Organisiert hatte es das Spital Waldshut in Zusammenarbeit mit der Deutschen Verkehrswacht. Auf dem Tiengener Festplatz wurden die Teilnehmer von zwei erfahrenen Trainern praktisch und theoretisch geschult.
Zu den ersten Übungen zählte das Fahren in unüblichen Sitzpositionen beispielsweise stehend oder auf dem Sitz kniend, das Fahren im engen Kreis und in Schlangenlinien.
Am Nachmittag informierten Vertreter der Polizei und der Verkehrswacht über Unfallgefahren und die Unfallstatistik. Ein Sehtest wurde angeboten. Zum Abschluss des eintägigen Trainings wurde das Gelernte in einer geführten Ausfahrt in die Tat umgesetzt. In den engen Kurven bei Görwihl konnten die Fahrer zeigen, dass sie jetzt sicherer und souveräner Kurven bewältigen. Mit zu den Teilnehmern zählte Georg Picha, Facharzt für Chirurgie am Spital Waldshut. Er hat das Motorrad-Sicherheitstraining ins Leben gerufen und bereits zum vierten Mal organisiert: "Wir sprechen Leute an, die sich bewusst mit ihrem Motorrad auseinandersetzen wollen." Als Arzt hat er es immer wieder mit Verletzten nach Motorradunfällen zu tun. Selbstüberschätzung und mangelnde Fahrpraxis sind für Trainer Roland Bohn die Hauptursache für Unfälle. Die meisten der Teilnehmer waren Neu- oder Wiedereinsteiger.
Presseartikel, Alb-Bote, 26.1.2008
Vierfache Freude im Waldshuter Spital
Zwillinge im Doppelpack
(Heinz-Joachim Huber)
Die neuen Erdenbürger wurden schon erwartet und erblickten das Licht der Entbindungsstation nach Kaiserschnitt: Gleich zweimal halfen die Ärzte und Hebammen diese Woche Zwillingen auf die Welt, jeweils Junge und Mädchen. Für die 38-jährige Marija Marelja war es schon das zweite Doppelpäckchen...
Das erste liegt allerdings schon zwölf Jahre zurück. Mit beträchtlichem Abstand erhalten Marija und ihr Ehemann Nikola in der Schmitzinger Straße nun wieder Zwillinge. Niko und Leonie wogen bei der Geburt am Donnerstagmorgen 3170 beziehungsweise 3080 Gramm. Für die Mutter, die sich gestern schon wieder gut erholt zeigte, ist die Situation deshalb nicht neu. Der erste Doppelpack der Familie entwickelte sich ohne Probleme, erinnert sich die Mutter.
Schon munter unterwegs auf der Station Feldsee ist Martina Schalk aus Wutöschingen, die mit Ehemann Christian und dem dreijährigen Sohn der neuen Situation gespannt, aber optimistisch entgegenschaut. Emil kam nach dem sanften Kaiserschnitt am Montagmorgen mit 2590 Gramm zur Welt, Lina mit 2190 Gramm. Mehrlingsgeburten stellen sich im Waldshuter Spital sehr unregelmäßig ein. Mal waren es zehn im Jahr, einmal nur drei, erinnert sich die erfahrene Hebamme Garbriele Dick. Nicht selten sind Mehrlinge nach künstlicher Befruchtung, das Quartett am Montag und Donnerstag allerdings kam auf konventionellem Weg zustande. Eine Rolle spielt die Vererbung: Bei Marija Marelja hatten auch die Oma und zwei Cousinen schon Zwillinge geboren.
Die Geburten verliefen plangemäß. Die beiden Mütter kamen einen Tag vor der Entbindung ins Krankenhaus. Die Zwillingspärchen trafen jeweils im Minutenabstand ein.
Presseartikel, Alb-Bote, 23.1.2008
Neues Durchleuchtungsgerät im Spital erleichtert schnelle Diagnosen
Bewegte Bilder aus dem Körper
(Heinz-Joachim Huber)
Bewegte Bilder über Abläufe im menschlichen Körper liefert das neue Durchleuchtungsgerät der Radiologie im Waldshuter Krankenhaus: Röntgenbilder, für den behandelnden Arzt "live" während eines Eingriffs verfügbar - aber auch aufgezeichnete Bilder für die Diagnose innerer Krankheiten, sogar in Zeitlupe abrufbar. Die Radiologie im Spital sieht sich mit zwei neuen Geräten auf neuestem Stand der Technik.
Waldshut-Tiengen - Knapp eine halbe Million Euro investierte das Krankenhaus in die Radiologie, Installation und Umbauten für die anspruchsvolle Medizintechnik eingerechnet, berichtet Geschäftsführer Uwe Lorenz: für das erwähnte Gerät und für den Neukauf des konventionellen Röntgenapparates.
Er lege bei Investitionen Wert auf eine zukunftsweisende Ausstattung, meint Lorenz und betont den Stellenwert der Radiologie (früher Röntgenabteilung), die allen anderen im Haus zuarbeitet und mit der frühen Klärung von Krankheitsursachen die Weichen stellt für die schnellstmögliche Heilung. In Zeiten des Kostendrucks im Gesundheitswesen eine wichtige Vorgabe. Beide Großgeräte der jüngsten Generation kommen mit weitaus geringeren Strahlendosen aus als die Vorgänger, zum Vorteil der Patienten wie des Personals.
Speziell das Durchleuchtungsgerät erweitert mit bewegten Bildern die Diagnosemöglichkeiten. Praktisches Beispiel ist die Ursachenforschung bei Schluckbeschwerden, ein häufiges Problem bei älteren Menschen. Das Gerät zeichnet den Ablauf im Körper auf, während der Patient ein Kontrastmittel schluckt. In Zeitlupe wird sofort erkennbar, dass ein Teil der Flüssigkeit in die Luftröhre gelangt. Ähnlich lässt sich ein Loch im Darm lokalisieren.
Das Gerät, das mit einem Drittel der normalen Strahlendosis auskommen kann, hilft indessen auch Internisten und Urologen, bei Eingriffen im Körper die Instrumente zu steuern. Die Bilder stehen zur Verfügung, noch während der Arzt am Patienten arbeitet. Das konventionelle Röntgengerät der neuen Generation ist laut Chefärztin Sylvia Vetter "bedienungsfreundlicher, einfacher" und damit auch im Interesse des Patienten schneller. mit beiden Ersatzbeschaffungen sieht die Radiologin die Ausstattung ihrer Abteilung auf aktuellem Stand. "Für ein Haus dieser Größe keine Selbstverständlichkeit", betont sie.
Geschäftsführer Lorenz will nach dem fianziellen Kraftakt nun erst einmal Ruhe an der Technik-Front. Allerdings steht die komplette Digitalisierung der Radiologie bevor. Röntgenbilder müssen dann nicht mehr auf sperrigen Platten durchs Haus getragen und archiviert werden, sondern sind an jedem Bildschirm im Spital abrufbar. Eine Investition, mit der Uwe Lorenz auf Lange Sicht viel Geld sparen möchte.
Presseartikel, Südkurier,12.01.2008
Netzwerk für Diagnose und Therapie
Lungespezialisten informieren während Fortbildungsabend im Krankenhaus über Stand der Thoraxchirurgie
Waldshut (mhe) Seit zehn Jahren werden am Spital Waldshut operative Eingriffe an der Lunge gemacht (Thoraxchirurgie). Lungenchirurg Johannes Zeller, seit 1997 am Spital, hat die Thoraxchirurgie aufgebaut und zur flächendeckenden Versorgung der Region in medzinischen Regel- und Notfällen ausgebaut.
Über 1300 Operationen wurden in dieser Zeit in Waldshut durchgeführt. Er werden regelmäßig umfassende Eingriffe an der Lunge durchgeführt. Dies ist nur an wenigen Kliniken bundesweit möglich. Operiert wird bei gutartigen und bösartigen Lungentumoren und entzündlichen Lungenerkrankungen.
Für einen optimalen Therapieverlauf vor, während und nach der Operation, kommt ein erfahrenes, interdisziplinäres Team zum Einsatz. Das Spital arbeitet unter anderem mit der Lungenklinik St. Blasien, der Strahlentherapiepraxis Singen, der onkologischen Schwerpunktpraxis Singen und dem Fachkrankenhaus Wangen zusammen. Anlässlich eines Fortbildungsabends für Medizinier im Spital am Mittwoch erinnerte Johannes Zeller an das zehnjährige Bestehen der Fachabteilung.
Lungenspezialisten, die eng mit dem Spital zusammenarbeiten, informierten an dem Abend über den aktuellen Stand von Diagnose und Therapie: Christian Schaudt, Leiter der Lungenklinik St.Blasien über Endoskopie, Johannes Lutterbach, Strahlentherapeut aus Singen über Strahlentherapie, Thomas Feiz von der onkologischen Schwerpunktpraxis Singen über Chemotherapie und Nobert Blank, Fachkrankenhaus Wangen über palliative Therapien.
